Preußen Münster

"Verantwortung und Vernunft": 3. Liga setzt bis April aus – Vereine wollen Saison zu Ende spielen

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Bis mindestens Ende April wird im Preußenstadion kein Fußball mehr gespielt.

Das Coronavirus hat die Gesellschaft derzeit fest im Griff. Das öffentliche Leben steht genauso still wie der sportliche Betrieb im ganzen Land. Die 3. Liga beschloss nun, weiterhin keine Spiele anzusetzen.

  • Die 3. Liga setzt ihren Spielbetrieb wegen der Coronavirus-Krise weiterhin aus.
  • Preußen Münster begrüßt die Entscheidung.
  • Am Dienstag könnte geklärt werden, wie es danach weitergeht.

Münster – Die Entscheidung war bereits abzusehen – denn alles andere wäre in der jetzigen Situation wohl unverantwortlich gewesen. Am Montag (16. März) beschlossen der Ausschuss der 3. Liga gemeinsam mit den Vertretern der 20 Vereine – darunter auch Preußen Münster – den Spielbetrieb wegen des Coronavirus bis Ende April auszusetzen.

Damit wird es für Preußen Münster bis einschließlich des 35. Spieltags keine Partien mehr in der 3. Liga geben. Der festgelegte Zeitraum orientiert sich dabei an den behördlichen Anordnungen, die für das gesamte Bundesland gelten. Am Tag zuvor hatte die Landeregierung beschlossen, das öffentliche Leben in NRW wegen des Coronavirus weitestgehend lahm zu legen.

Kein Fußball wegen Coronavirus: Preußen Münster stellt sich der Verantwortung

"Wir stellen uns auch weiterhin der großen Verantwortung für die Gesundheit unserer Spieler, Mitarbeiter, Fans und der gesamten Bevölkerung. Dabei orientieren wir uns streng an den behördlichen Vorgaben und Empfehlungen und tragen die heute auf Verbands- und Clubebene getroffene Entscheidung vollständig mit", kommentieren Geschäftsführung, Präsidium und Aufsichtsrat des SC Preußen Münster die beschlossenen Maßnahmen. In einer ersten Entscheidung in der vergangenen Woche wurden zunächst die Spieltage 28 und 29 aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt.

Ab sofort wird auch der Trainingsbetrieb von Preußen Münster eingestellt. Die Sitzung am Montag wurde begleitet von "intensiven Diskussionen" um das weitere Vorgehen in der Coronavirus-Krise, wie es in einer Mitteilung heißt. Alle Verantwortlichen der 3. Liga einigten sich jedoch darauf, die laufende Saison sportlich zu Ende bringen zu wollen. Dafür sollen alle terminlichen Möglichkeiten ausgenutzt werden.

Coronavirus: Weiteres Vorgehen für Preußen Münster und 3. Liga noch ungewiss

Wie geht es ab dem 30. April für Preußen Münster und den Rest der Liga weiter? Hinweise dazu könnte die Sitzung der UEFA, die am heutigen Dienstag (17. März) stattfindet, liefern. Der europäische Verband will sich unter anderem dazu äußern, wie und ob die Europameisterschaft in diesem Jahr stattfinden wird oder wegen des Coronavirus Sars-CoV-2 verschoben wird. Letzte Variante scheint derzeit die wahrscheinlichste zu sein.

"Die Tragweite der aktuellen Krise ist immer noch nicht in vollem Ausmaß abzusehen. Unter Abwägung aller Aspekte und Interessen sind Verantwortung und Vernunft für uns die obersten Gebote", kommentierte Tom Eilers, Vorsitzender des Ausschusses 3. Liga die am Montag gefällte Entscheidung, den Ligabetrieb ob des Coronavirus auszusetzen. Zuvor hatte sich auch Sascha Hildmann, Trainer von Preußen Münster, dafür ausgesprochen, den Betrieb lieber abzusagen als Geisterspiele durchzuführen.

Für den Verein stehen nun harte Zeiten bevor. Bei Preußen Münster könnte es wegen des Coronavirus sogar zu Kündigungen kommen. Derweil vertreiben sich viele Fußballer die Zeit mit der StayAtHome-Challenge. Auch Jan Löhmannsröben von Preußen Münster zeigte seine Skills am Klopapier.

Auch Profifußballer haben sich bereits mit dem Coronavirus angesteckt

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