Entscheidung des DFB

Preußen Münster: Spieltage der 3. Liga wegen Coronavirus verschoben

Das öffentliche Leben kommt in vielen Teilen der Welt zum Erliegen. Das Coronavirus hat mittlerweile auch große Auswirkungen auf den Sport. Wie sieht es für die 3. Liga aus?

  • Sportveranstaltungen stehen wegen des Coronavirus auf der Kippe.
  • Die Spieltage sollten verschoben oder als Geisterspiele ausgetragen werden.
  • Preußen Münster gab nun die Entscheidung bekannt.

Update: 11. März, 15.48 Uhr. Die Entscheidung ist gefallen: Die Spieltage 28. und 29. der dritten Liga werden verschoben. Dies gibt Preußen Münster am Mittwoch (11. März) bekannt. "Mit dieser Entscheidung folgt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) als Liga-Träger der Empfehlung des Ausschusses 3. Liga, die im Austausch mit den 20 Klubs ausgesprochen wurde", heißt es in der Pressemeldung der Adlerträger. Grund dafür ist unter anderem der bindende Erlass der NRW-Landesregierung zum Verbot von Großveranstaltungen. Dieser soll die Ansteckung mit dem Coronavirus verlangsamen.

Somit werden alle Partien des 28. und 29. Spieltages der 3. Liga verschoben – nicht nur die, die von ähnlichen Anordnungen zum Schutz vor der Ansteckung mit dem Coronavirus wie in NRW betroffen sind. "So ist gewährleistet, dass alle Klubs die gleiche Anzahl von Spielen absolviert haben und kein verzerrtes Tabellenbild entsteht", heißt es dazu von Preußen Münster weiter.

Von der Entscheidung betroffen sind das kommende Heimspiel des SCP gegen den Halleschen FC und das Auswärtsspiel gegen die U23 des FC Bayern München. "Der 28. und 29. Spieltag, die ursprünglich für dieses Wochenende sowie kommenden Dienstag und Mittwoch terminiert waren, werden frühestens Anfang Mai nachgeholt. Die genauen Zeitpunkte werden noch festgelegt", heißt es in der Pressemeldung von Preußen Münster weiter.

Die Vereine hatten vor der Entscheidung gestanden, die Partien entweder zu verschieben oder als Geisterspiele auszutragen. Die Entscheidung fiel nun am Mittwoch auf die Verschiebung der Spieltage – nicht zuletzt auch wegen der "wirtschaftlichen Sensibilität in der 3. Liga", wie Preußen Münster weiter berichtet. Die Erträge aus dem Spielbetrieb seien existenziell für die Klubs und würden "mehr als 21 Prozent der jährlichen Gesamteinnahmen ausmachen." 

Wie es dann ab dem 30. Spieltag angesichts der steigenden Anzahl von Coronoavirus-Infektionen für Preußen Münster und die anderen Vereine der 3. Liga weitergehen wird, ist derzeit noch unklar und soll am Montag (16. März) besprochen werden: "Der DFB hat an diesem Tag den Ausschuss und alle Klubs der 3. Liga zu einer außerordentlichen Versammlung in Frankfurt am Main eingeladen."

"Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation, nahezu stündlich ergeben sich neue Sachlagen. Klar ist: Die Gesundheit steht über allem. Klar ist darüber hinaus, dass wir unserer Verantwortung für die Vereine gerecht werden wollen und müssen", kommentiert DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius die Lage angesichts der sich stetig ausweitenden Ansteckung mit dem Coronavirus und die aktuelle Entscheidung zur 3. Liga.

Nicht nur Fans fragen sich nun, wie es in Zeiten von Coronavirus für Preußen Münster und die Liga weitergeht.

Geisterspiele wegen Coronavirus? Reaktion von Preußen Münster steht noch aus

Update: 10. März, 19.19 Uhr. Nun meldete sich Preußen Münster angesichts der Entscheidung der NRW-Landesregierung zu Wort. Diese hatte am Dienstag (10. März) zum Schutz vor weiteren Coronavirus-Infektionen Großveranstaltungen in NRW untersagt, bei denen mehr als 1000 Teilnehmer erwartet werden.

"Von dieser Entscheidung betroffen sind somit auch die Heimspiele des SC Preußen Münster – auch wenn die offizielle Vorgabe des zuständigen kommunalen Gesundheitsamtes noch aussteht", heißt es vonseiten des Vereins in dem Statement. Ob die kommenden Spiele wegen des Coronavirus abgesagt oder als Geisterspiele stattfinden werden, dazu gibt es noch keine Entscheidung. 

"Am Samstag steht der Hallesche FC als Gegner auf dem Spielplan, am Dienstag geht's in München gegen die Bayern-Amateure und bereits am Samstag in einer Woche wieder zuhause gegen die SpVgg Unterhaching. Unklar ist weiter, ob die Spiele abgesagt bzw. verschoben werden oder ob sie unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden müssen." 

Preußen Münster stehe in engem Austausch mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und den anderen Drittligavereinen. Der Verein hofft so, möglichst schnell eine gemeinsame Vorgehensweise abstimmen zu können. Am Mittwoch gebe es gemeinsame Gespräche. Derweil setzt Preußen Münster seinen Ticketvorverkauf für die nächsten Heimspiele bis auf Weiteres aus.

Coronavirus: Erlass der NRW-Regierung betrifft auch Spiele von Preußen Münster

Update: 10. März, 17.56 Uhr. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens gab am Dienstag (10. März) bekannt, dass alle Großveranstaltungen abgesagt werden müssen, bei denen mehr als 1000 Besucher zu erwarten sind. Dies bedeutet nicht nur das durch den Coronavirus bedingte Aus für den Send in Münster. Auch Preußen Münster steht nun vor der Entscheidung, Geisterspiele zu veranstalten oder die kommenden Fußballspiele zu verschieben. 

Da der Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums auf unbestimmte Zeit gilt, bleibt abzuwarten, wie sinnvoll das Verschieben von Fußballspielen ist. Die Landesregierung NRW weist zumindest örtliche Behörden an, Sportveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern  bis auf Weiteres abzusagen – Geisterspiele seien aber nach einer Prüfung denkbar. Noch hat die Vereinsspitze von Preußen Münster seine Entscheidung nicht bekannt gegeben.

Aufgrund der jetzt abgesagten Veranstaltungen fragen sich viele Menschen, wieso dies ausgerechnet jetzt passiert. Wir erklären den Unterschied zwischen dem Coronavirus und der normalen Grippe.

Preußen Münster: Konsequenzen durch Coronavirus

Erstmeldung: 10. März, 10.01 Uhr. Münster – Coronavirus hier, Coronavirus da. Um das Thema kommt derzeit niemand herum – auch nicht der Sport. In Italien wurden am Montag (9. März) alle Sportveranstaltungen bis zum April abgesagt. Auch in Deutschland und bei Preußen Münster drohen Konsequenzen. 

In Münster und der Region drohen aufgrund des Coronavirus Absagen von Veranstaltungen – möglicherweise muss sogar der Send ausfallen. Der Spielbetrieb in der 3. Liga und bei Preußen Münster läuft bislang nicht Gefahr, komplett eingestellt zu werden. In einer Pressemitteilung äußerte sich nun der Deutsche-Fußball-Bund (DFB) zur aktuellen Sachlage.

Preußen Münster: Findet Spiel gegen Halle trotz Coronavirus statt?

Entscheidungen über Absagen oder Zuschauer-Auschlüsse aufgrund des Coronavirus Sars-CoV-2 obliegen zunächst den Gesundheitsbehörden. "Neben der Infektionsvorbeugung sind Aspekte des gesamten öffentlichen Lebens zu berücksichtigen, von dem der Fußball lediglich einen Teilbereich darstellt", heißt es in dem Schreiben. Liege seitens der Behörden keine Anordnung vor, könne zumindest der Spielbetrieb durchgeführt werden. Was bedeutet dies für Preußen Münster?

Eine Entscheidung, ob das kommende Heimspiel am Samstag (14. März) gegen den Halleschen FC stattfindet oder wegen der Ausbreitung des Coronavirus zumindest vor leeren Rängen ausgetragen wird, wurde noch nicht getroffen. "Ein Treffen des zuständigen Krisenstabs brachte am Montag noch keine Entscheidung", teilte Preußen Münster am Montag mit. Das Montagsspiel zwischen Hansa Rostock und Eintracht Braunschweig konnte wie geplant stattfinden – unter bestimmten Hygienevorkehrungen.

Preußen Münster und das Coronavirus: DFB will keine Geisterspiele

Grundsätzlich habe sich der Ausschuss der 3. Liga dafür ausgesprochen, von den Auswirkungen des Coronavirus betroffene Spiele eher zu verlegen, als Geisterspiele auszutragen. "Hintergrund ist die besondere wirtschaftliche Sensibilität in der 3. Liga, in der die Erträge aus dem Spielbetrieb signifikant für die finanzielle Stabilität der Klubs sind und mehr als 21 Prozent der jährlichen Gesamteinnahmen ausmachen", so die Begründung. Preußen Münster teilte den Standpunkt des DFB in dieser Hinsicht.

Am Montag hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Empfehlung ausgesprochen, Veranstaltungen mit über 1000 Besuchern abzusagen. In Münster haben sich mittlerweile fünf Personen mit dem Coronavirus infiziert. Wie es für das Spiel von Preußen Münster am Samstag aussieht, wird sich vermutlich bald entscheiden.

Rubriklistenbild: © Sohrab Dabir/msl24.de

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