SCP gegen FCK

"Das muss bestraft werden": FCK-Trainer schimpft über Preußens Spielweise

Fehlte nur noch, dass Preußen Münster den Mannschaftsbus auf die Torlinie stellte: Beim 1. FC Kaiserslautern verteidigten die Adler das eigene Tor bis aufs Blut. Sehr zum Ärger des gegnerischen Trainers.

  • Preußen Münster nimmt einen Punkt aus Kaiserslautern mit.
  • SCP verliert dennoch einen Zähler im Abstiegskampf.
  • FCK-Trainer schimpft über Spielweise der Adler.

Kaiserslautern/Münster – Einen Punkt gewonnen, aber dennoch einen verloren: Das Ergebnis beim 1. FC Kaiserslautern wirkte für Preußen Münster etwas paradox. Der SCP nahm zwar etwas Zählbares aus der Pfalz mit, doch der Abstand in der Tabelle hat sich vergrößert. Ein bekannter Ex-Bundesliga-Trainer will das nächste Duell als Sprungbrett nutzen: Der SCP spielt gegen die Würzburger Kickers. Felix Magath will mit dem Verein in die 2. Liga. 

Der Chemnitzer FC, der sich im Heimspiel gegen Halle durchsetzte (3:0), schaffte durch den Dreier den Sprung auf den Nichtabstiegsplatz. Der Abstand zu Preußen Münster ist nach dem 1:1 auf dem Betzenberg somit um einen Zähler auf sieben Punkte gewachsen. Es ist also fast eine gefühlte Niederlage, die der SCP tabellarisch nach der Punkteteilung hinnehmen muss.

Preußen Münster: FCK-Trainer ärgert sich über SCP-Bollwerk

Nach der Abwehrschlacht schienen die SCP-Akteure jedoch nicht allzu traurig zu sein. Ein Punkt ist immer noch wertvoller als keiner. Das sah auch Torschütze Luca Schnellbacher so. "Am Ende können wir schon zufrieden sein. Aber natürlich war mehr drin", lautete dessen Resümee. Der Plan von Preußen Münster ging auf dem Betzenberg auf: Tief stehen und im Angriff die wenigen Chancen, die sich ergeben, nutzen.

Mit dieser Spielweise hat Sascha Hildmann nicht nur einen Punkt mitgenommen, sondern auch noch seinen Trainerkollegen Boris Schommers geärgert. "Wenn eine Mannschaft so destruktiv spielt, dann muss das bestraft werden", sagte der Coach des 1. FC Kaiserslautern etwas erbost nach dem Spiel. Preußen Münster schien indes die mahnenden Worte nach dem Duisburg-Spiel verinnerlicht zu haben. Frust hingegen beim Gastgeber, der seit nunmehr vier Spielen auf einen Ligasieg wartet.

Punktgewinn oder -verlust? Preußen Münster braucht Siege

War es angesichts des Chemnitzer Erfolges die richtige Taktik, das Unentschieden vor den 18.332 Zuschauern retten zu wollen und nicht auf Sieg zu spielen? Diese Antwort lässt sich vermutlich erste zum Ende der Saison beantworten, wenn bekannt ist, ob Preußen Münster den Abstiegskampf erfolgreich gestaltet hat oder nicht. Das Sprichwort "mühsam ernährt sich das Eichhörnchen", könnte sich aber vor allem im Tabellenkeller am Ende bewahrheiten. Dennoch rennt dem SCP immer mehr die Zeit davon. Ab jetzt müssen Siege her. Am besten schon am kommenden Freitag (14. Februar) gegen die Würzburger Kickers.

Im Spiel gegen die Würzburger Kickers kam es zu einem Rassismus-Eklat. Leroy Kwadwo wurde von einem Fan rassistisch beleidigt: Die Fans von Preußen Münster reagierten daraufhin auf beeindruckende Weise. Der Verein zog daraufhin Konsequenzen: Unter anderem belegte Preußen Münster den Täter mit einem Stadionverbot.

Rubriklistenbild: © Uwe Anspach/dpa

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