Münster bezwingt Köln

„So werde ich keine 50 mehr“: Überglückliche Preußen nach Herzschlagfinale

Preußen Münster im Spiel gegen 1. FC Köln II.
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Grenzenlose Freude nach dem 3:2 von Lukas Frenkert.

Viertes Spiel – vierter Sieg. Das Jahr 2021 läuft für Preußen Münster wie gemalt. Am Samstag gab es im Preußenstadion ein echtes Herzschlagfinale.

Münster – Man stelle sich vor, das Preußenstadion wäre am vergangenen Samstag (27. Februar) voll oder zumindest halbwegs gut besucht gewesen. Der Jubel der Fans nach dem goldenen Treffer von Preußen Münster wäre vermutlich bis zur St.-Joseph-Kirche an der Hammer Straße erklungen.

Ein emotionaleres Ende hätte dieses Spiel vermutlich nicht erleben können. Dementsprechend breit war das Grinsen der Spieler und Trainer von Preußen Münster nach dem 3:2 gegen die U23 des 1. FC Köln. „Wenn es immer so wird, werde ich keine 50 Jahre mehr“, sagte ein erschöpfter Sascha Hildmann nach dem nervlichen Auf und Ab.

VereinPreußen Münster
StadionPreußenstadion
TrainerSascha Hildmann

Langlitz trifft zur Führung von Preußen Münster

Dem Drittliga-Absteiger war zu Beginn der Partie anzumerken, dass er drei Wochen lang kein Pflichtspiel mehr absolviert hatte. Schuld waren die wetterbedingten Absagen bei Preußen Münster in den vergangenen Wochen. Hinzu kam noch das seit Monaten altbewährte Problem: Die mangelhafte Chancenverwertung.

„Wir haben uns das Leben schwer gemacht. In der ersten Hälfte hatten wir sehr gute Chancen – die müssen wir reinmachen“, monierte Sascha Hildmann die Abschlussschwäche seiner Elf vor dem gegnerischen Tor. Zumindest Alexander Langlitz hatte es nach 20 Minuten beim Führungstreffer richtig gemacht.

Preußen Münster zeigt in der Schlussphase Charakter

Nachdem es mit einem 1:1 zur Pause ging, legten die Gäste aus Köln wenige Minuten nach Wiederanpfiff nach. Justin Petermann traf in der 53. Minute zum zweiten Mal an diesem Nachmittag. „Wir haben in der zweiten Halbzeit etwas zu umständlich gespielt“, befand der Trainer von Preußen Münster. Nach einer Stunde gelang dem Coach dann ein entscheidender Schachzug.

Sascha Hildmann brachte Joel Grodowski für Nicolai Remberg aufs Feld, der die Offensive des SCP in der Schlussphase beleben sollte. Kurz vor Schluss belohnte der Angreifer das Vertrauen seines Trainers mit seinem Ausgleichstreffer. Doch das sollte noch nicht der Schlussakkord in diesem aufregenden Spiel gewesen sein.

Nach einer Ecke von Jules Schwadorf schob Lukas Frenkert, der an diesem Tag sein Startelf-Debüt feierte, den Ball ins Netz. Von da an gab es kein Halten mehr bei Preußen Münster. Sascha Hildmann rannte wie von der Tarantel gestochen zur Eckfahne – die Spieler lagen sich in den Armen. „Das zeigt den Charakter unserer Mannschaft. Wir geben nie auf und haben immer an den Sieg geglaubt“, kommentierte der Siegtorschütze die Endphase der Partie. „Ich hoffe, der Sieg gibt der Mannschaft jetzt einen Ruck“, sagte Hildmann. Der SCP bleibt somit auch im vierten Spiel in der Rückrunde unbezwungen.

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