Fortsetzung der 3. Liga

Der Ball rollt wieder! SC Preußen steht vor "kaum lösbaren Aufgaben"

Die Ungewissheit hat ein Ende: Der DFB gab am Montag bekannt, dass auch die 3. Liga ihre Saison zu Ende bringen wird. Freude löste diese Nachricht bei Preußen Münster nicht aus.

  • Knapp zwei Monate pausierte die 3. Liga wegen des Coronavirus.
  • Preußen Münster sprach sich gegen eine Wiederaufnehme des Spielbetriebs aus.
  • Der DFB entschied sich jedoch anders.

Münster – Knapp acht Wochen lang ruhte der Ball in der 3. Liga. Es gab keine Spiele und auch keinen Trainingsbetrieb. Auf Letzteres verzichtete der SCP bewusst. Preußen Münster hatte sich, mit sieben weiteren Drittligisten, gegen eine Fortsetzung des Spielbetriebs wegen der Coronavirus-Pandemie ausgesprochen.

Am Montag (11. Mai) gab der Deutsche-Fußball-Bund (DFB) nun bekannt, dass die 3. Liga ihre Saison ab dem 26. Mai fortsetzen wird. Die Entscheidung überrascht nicht, nachdem es bereits grünes Licht für die ersten beiden Spielklassen gegeben hatte, die ab dem kommenden Wochenende wieder um Punkte während der Coronavirus-Krise kämpfen werden. Für Preußen Münster geht es demnach mit dem Heimspiel gegen den Hallescher FC weiter.

Preußen Münster sieht Wettbewerbsnachteil in 3. Liga nach Coronavirus-Pause 

Ab Mittwoch (13. Mai) werden die Spieler von Preußen Münster wieder auf den Trainingsplatz kommen. Der Verein überlässt seinen Profis jedoch die Wahl, ob sie daran teilnehmen möchten oder nicht. Trainiert werden soll in Kleingruppen mit maximal fünf Personen, "auch wenn der Club weiterhin die umfangreichen und kostenintensiven Anforderungen des vom DFB vorgelegten Hygienekonzeptes nicht umsetzen kann", heißt es in einem Statement. Der SCP betont damit das hohe Risiko, das durch die Wiederaufnahme des Spielbetriebs trotz Coronavirus in Kauf genommen wird.

Peter Frymuth, zuständiger DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung, sieht die 3. Liga indes "gut vorbereitet" für den Re-Start am 26. Mai. Der Verband hat den 30. Juni als Saisonende angepeilt. Elf Spieltage sind für Preußen Münster noch zu absolvieren – in nur fünf Wochen kommt auf den Verein, deren Spieler seit Wochen nicht trainiert haben, demnach ein sportliches Programm zu.

Ab Mittwoch geht es für die Preußen-Kicker wieder auf den Trainingsplatz.

3. Liga geht weiter: Finanzielle Lage bei Preußen Münster durch Coronavirus-Krise düster

"Wir stehen weiterhin vor wirtschaftlich für uns kaum lösbaren Aufgaben und es gibt nach wie vor viele offene Fragen", kommentiert Malte Metzelder, Geschäftsführer Sport beim Adlerclub, die Entscheidung des DFB. Aufgrund der durch die Coronavirus-Krise finanziell düstere Lage bei Preußen Münster stünden Optionen wie Trainingslager, ein eigener Mannschaftskoch oder zusätzliche Kabinen- und Sanitärräume nicht zur Debatte.

Der Verein bleibt weiter bei seinem "Nein" zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs, beugt sich aber der Entscheidung des DFB und betont den Wettbewerbsnachteil für die Clubs wie Preußen Münster, die während der Corona-Pause auf das Training verzichtet hatten. Die Mehrheit der Drittligisten hatte zuvor jedoch für eine Fortsetzung gestimmt. Die 3. Liga geht also in weniger als zwei Wochen gespalten in den 28. Spieltag. 

Am Verband gab es von einigen Vereinen Kritik an der Vorgehensweise: Jetzt konterte der DFB die Kritik mit deutlichen Worten. Als "unsolidarisch" betitelte Tom Eilers, Vorsitzender des Drittliga-Ausschusses, das Vorgehen von Preußen Münster und den anderen Vereinen, die sich für einen Saisonabbruch ausgesprochen haben.

Das erste Spiel nach der langen Pause lief für den SCP erfolgreich: Mit 4:2 fertigte Preußen Münster den Halleschen FC ab. 29. Spieltag: Der SC Preußen Münster verlor die Partie gegen Bayern – die Spieler setzten jedoch ein wichtiges Zeichen

Rubriklistenbild: © Sohrab Dabir/msl24.de

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