1:0 gegen Aachen

„First touch, first goal“: Matchwinner Møller rettet Preußen den Sieg

Erleichterung pur beim SC Preußen Münster: In der Endphase des Spiels gelang dem Team der Siegtreffer gegen Alemannia Aachen. Dennoch musste der Coach anschließend den Finger in die Wunde legen.

Münster – „Zeig der Welt, dass du besser bist als Messi“, flüsterte Bundestrainer Joachim Löw im WM-Finale 2014 Mario Götze vor dessen Einwechslung ins Ohr. Wenig später erzielte der Joker den entscheidenden Treffer zum Titel. Zwar hatte das Spiel von Preußen Münster gegen Alemannia Aachen am Mittwoch (16. Dezember) nicht ansatzweise dieselbe Bedeutung, dennoch gab auch im Preußenstadion der Trainer seinem Schützling wohl die richtigen Worte mit auf den Weg.

Was er dem späteren Torschützen William Møller vor dessen Einwechslung in der 77. Minute mit auf den Weg gegeben habe, wurde Sascha Hildmann nach dem Spiel am gefragt. „First touch, first goal“, sagte er schmunzelnd. Vermutlich war es nicht der erste Ballkontakt, den der Neuzugang von Preußen Münster an diesem Abend hatte – doch der 22-Jährige sollte gegen Alemannia Aachen der gefeierte Matchwinner werden.

VereinPreußen Münster
StadionPreußenstadion
TrainerSascha Hildmann

Erstes Tor für Preußen Münster „sehr emotional“

Sieben Minuten nach seiner Einwechslung schob der Däne den Ball nach Zuspiel von Nicolai Remberg cool ins Tor und sicherte Preußen Münster den ersten Dreier nach zuvor vier sieglosen Partien. „Sehr emotional“ sei der Moment für ihn gewesen, verriet der Torschütze nach den intensiven 90 Minuten im Preußenstadion.

Deutlich verbessert zeigte sich der SCP im Heimspiel gegen Alemannia Aachen im Vergleich zur vorherigen Partie in Oberhausen. „Wir waren das klar bessere Team und haben die mit Abstand beste Leistung der Saison hingelegt. Der Gegner hatte keine Chance“, befand Simon Scherder. Der Innenverteidiger von Preußen Münster habe stets das Gefühl gehabt, „dass wir einen machen können“. Und er sollte Recht behalten.

Preußen Münster: Sascha Hildmann legt Finger in die Wunde

Nach dem späten Siegtreffer war die Freude sowohl bei den Spielern als auch beim Trainer sehr groß. „Wir haben uns für den couragierten Auftritt heute belohnt. Wir haben sehr viel Engagement gezeigt. Es freut mich, dass Willi heute sein erstes Tor geschossen hat“, so Sascha Hildmann nach dem Spiel. Doch das Manko der vergangenen Wochen konnte Preußen Münster auch an diesem Abend nicht ganz einstellen.

Zu viele Chancen ließ Preußen Münster in den zurückliegenden Spielen leichtfertig liegen. Auch im Spiel gegen die Alemannia, die am Mittwoch ihr 120. Bestehen feierte, zeigte der SCP die eine oder andere Unzulänglichkeit vor dem gegnerischen Tor. „Trotzdem muss ich den Finger in die Wunde legen, dass wir erneut fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen sind“, befand Sascha Hildmann. Dies konnte der Freude an diesem Abend jedoch keinen Abbruch tun. Am Samstag (19. Dezember) geht es für die Adler weiter. „Gegen Schalke wollen wir am Wochenende einen draufsetzen und dann ein schönes Weihnachtsfest feiern“, so der Trainer.

Rubriklistenbild: © Jürgen Peperhowe/WN

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