Bei Meisterfeier

"Scheiß Preußen Münster": Arminia-Spieler schießt gegen Rivalen

Fabian Klos, Cedruc Brunner und Stephan Salger (v.l.) feierten mit den Fans den Bundesliga-Aufstieg.
+
Fabian Klos, Cedruc Brunner und Stephan Salger (v.l.) feierten mit den Fans den Bundesliga-Aufstieg.

Während bei Preußen Münster der Abstieg in die Bedeutungslosigkeit droht, herrscht bei Arminia Bielefeld Feierlaune. Der DSC begoss seine Zweitliga-Meisterschaft und feuerte dabei gegen den Rivalen aus der Domstadt.

  • Arminia Bielefeld ist nach 11 Jahren Abstinenz in die Bundesliga aufgestiegen. 
  • Nach dem letzten Spieltag feierten Spieler und Fans gemeinsam.
  • Dabei gab es eine verbale Attacke von Fabian Klos gegen Preußen Münster.

Münster/Bielefeld – Die Gemütslagen könnten derzeit nicht unterschiedlicher sein. Arminia Bielefeld feiert in diesem Jahr den ersten Bundesliga-Aufstieg seit 2004. Problemlos machten die Ostwestfalen letztlich den Aufstieg klar. Bei Preußen Münster herrscht indes Katerstimmung.

Dem Verein droht der Abstieg in die Regionalliga-West. Nachdem Preußen Münster am Wochenende erneut Punkte liegen gelassen hatte, helfen dem Verein nur noch zwei Siege, um die Katastrophe abzuwenden. Als solches ließe sich der Gang in die sportliche Belanglosigkeit durchaus bezeichnen.

VereinPreußen Münster
Gegründet30. April 1906
Größte RivalenVfL Osnabrück, Arminia Bielefeld

Arminias Fabian Klos ist kein Freund von Preußen Münster

Unter dessen wurde am Sonntag (28. Juni) knapp 80 Kilometer entfernt von Münster die Zweitliga-Meisterschaft in Ostwestfalen gefeiert. Nach dem 3:0-Erfolg über Heidenheim feierten die Spieler von Arminia Bielefeld mit knapp 1000 Fans vor der SchücoArena die Rückkehr ins Oberhaus. Fabian Klos, Torschützenkönig der 2. Bundesliga und DSC-Legende, stimmte dabei mit den Anhängern die "Humba" an.

Gemeinsam mit seinen Teamkollegen Cedric Brunner und Stephan Salger ließ er seine Freude auf dem Balkon der SchücoArena freien Lauf. Während der "Humba", die von den DSC-Fans lautstark mitgesungen wurde, ließ es sich der 21-fache Torschütze der diesjährigen Zweitligasaison auch nicht nehmen, gegen den Rivalen von der Hammer Straße zu schießen. Lautstark stimmte der 32-Jährige ein zweifaches "Scheiß Preußen Münster an". Die Fans der Blauen ließen es sich nicht nehmen und wiederholten den Gesang.

Preußen Münster und Arminia Bielefeld: Eine langlebige Rivalität

Die Rivalität beider Vereine geht mehrere Jahrzehnte zurück. In der Saison 1988/89 trafen Arminia Bielefeld und Preußen Münster erstmals nach zehn Jahren wieder aufeinander. In der damals drittklassigen Amateuroberliga Westfalen ging es für den DSC am letzten Spieltag um den direkten Wiederaufstieg. Doch der SCP triumphierte über die Blauen und versaute ihnen dadurch die sicher geglaubte Ober­li­ga­meis­ter­schaft.

Zuletzt trafen beide Teams vor knapp fünf Jahren aufeinander. Am 33. Spieltag der Saison 2014/2015 bezwang die Arminia Preußen Münster mit 2:1 und stieg später in die 2. Bundesliga auf. Spätestens nach der Partie wurden die damaligen Aufstiegshoffnungen der Adlerträger zunichtegemacht. In der Vergangenheit schwelgen wird das Team von Sascha Hildmann derzeit wohl kaum. Am Mittwoch (1. Juli) steht eines von zwei Abstiegs-Endspielen an. Im Preußenstadion empfangen die Adlerträger den SV Meppen (Anstoß: 19 Uhr). Eine Niederlage könnte den Abstieg aus der 3. Liga bereits besiegeln. 

Vor dem Spiel gegen Meppen versucht der Trainer von Preußen Münster Druck vom Team zu nehmen. Aufgeregt ist Sascha Hildmann dennoch. Mit Anstand verabschiedete sich Preußen Münster aus der 3. Liga. Nun warten auf den Verein wichtige Entscheidungen für die Zukunft.

Der Nachfolger von Malte Metzelder wurde nun gefunden. Peter Niemeyer wird neuer Sportdirektor bei Preußen Münster. Auch die Trainerfrage ist nun geklärt: Mit Sascha Hildmann geht Preußen Münster in die neue Saison.

Auch interessant

Kommentare