0:1 in Chemnitz

Eigentor mitten ins Preußen-Herz! SCP am Abgrund

Diese Niederlage trifft Preußen Münster hart: In der Schlussphase des wichtigen Spiels gegen den Chemnitzer FC trifft Simon Scherder ins eigene Tor. Der Abstieg rückt näher.

  • Preußen Münster verliert das Abstiegsduell gegen den Chemnitzer FC (0:1).
  • Simon Scherder sorgt mit seinem Eigentor für die Niederlage.
  • Die Luft im Abstiegskampf wird dünner für den SCP.

Chemnitz/Münster – Es war das Spiel, das nicht hätte verloren werden dürfen. Lange Zeit sah es auch so aus, als ob Preußen Münster das direkte Abstiegsduell gegen den Chemnitzer FC torlos bestreiten würde. Doch dann kam der Blackout von Simon Scherder.

In den Schlusssekunden der bis dahin ereignisarmen und zähen Partie bekam Chemnitz' Pascal Itter den Ball im Strafaum zugespielt. Als er diesen in Richtung Tor flankte, ging Simon Scherder mit dem Kopf dazwischen und beförderte die Pille unhaltbar für Torwart Max Schulze Niehues ins eigene Netz. Bei allen Beteiligten von Preußen Münster war der Schock nach dem Abpfiff ins Gesicht geschrieben. Allen voran beim Unglücksraben.

Verein

Preußen Münster

Spielstätte

Preußenstadion

Tabellenplatz

18

Preußen Münster liefert schwaches Spiel in Chemnitz ab

"Der Punkt wäre für beide gerecht gewesen", sagte ein nach dem Spiel konsternierter Julian Schauerte vor den TV-Kameras. Die beiden Spiele zuvor holte Preußen Münster jeweils einen Punkt. Die Niederlage in Chemnitz wirft den SCP im Abstiegskampf nun weit zurück. Fünf Punkte beträgt der Abstand auf den CFC, der auf Rang 16 springt.

"Sehr, sehr bitter, wenn man so verliert. Das war heute kein guter Fußball", so die Worte von SCP-Trainer Sascha Hildmann nach der Partie. Nur eine nennenswerte Chance erarbeitete sich Preußen Münster in den gesamten 90 Minuten – Cuetos Schuss (65.) parierte der Keeper der Gastgeber zur Ecke ab. Für ein solch wichtiges Spiel ist das zu wenig. Der SCP hat nur noch fünf Spiele, um den drohenden Abstieg abzuwenden

Die Luft wird für Preußen Münster im Abstiegskampf dünner

"Die Lage ist natürlich sehr bescheiden", sprach der Kapitän über die Situation in der 3. Liga. Resignation scheint sich nach der bitteren Pleite auch bei vielen Fans von Preußen Münster breit gemacht zu haben. Einige haben sich mit dem Abstieg in die Regionalliga West bereits abgefunden. Trainer Hildmann wird sich und sein Team sicherlich noch nicht aufgeben. Viel Zeit, die Mannschaft nach dem Schock in Chemnitz aufzubauen bleibt dem 48-Jährigen jedoch nicht.

Bereits am kommenden Samstag (20. Juni) geht es für Preußen Münster weiter. In Braunschweig trifft der SCP auf den Tabellenzweiten, der seit sechs Spielen ohne Niederlage ist. Schwieriger könnte die Aufgabe in der derzeitigen Lage vermutlich nicht sein. Die Adlerträger stehen mit dem Rücken zur Wand. Der Abstieg rückt immer näher. 

Bitter für Simon Scherder. Kurz vor Schluss köpfte er den Ball ins eigene Netz.

Auch das Spiel gegen Eintracht Braunschweig ging verloren. Seit vier Partien gelang Preußen Münster kein Tor mehr. Das Spiel gegen den FSV Zwickau wird für Preußen Münster zum Abstiegsendspiel. Im Heimspiel zählt für den SCP nur ein Sieg. Glücklicherweise konnte der SCP das Spiel gegen Zwickau für sich entscheiden – wenn auch in letzter Minute. 

Rubriklistenbild: © Sohrab Dabir/msl24.de

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