Münster gegen Schalke II

Preußen wollen versöhnlichen Jahresabschluss – und Sascha Hildmann wartet auf ein Bier

Preußen Münster im Spiel gegen den FC Wegberg-Beek.
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Gegen Schalke will Preußen Münster einen versöhnlichen Jahresabschluss feiern.

Noch einmal 90 Minuten Kampf, bis es für Preußen Münster in die wohlverdiente Winterpause geht. Am Samstag geht es gegen die Reserve des FC Schalke 04. Der Coach schwört seine Spieler bereits auf das Frühjahr ein.

Münster – Ein solches Mammutprogramm hat Preußen Münster binnen zwölf Monaten vermutlich noch nicht hingelegt. 37 Partien hat der SCP in diesem Kalenderjahr, das vor allem durch die Coronavirus-Pandemie geprägt wurde, hinter sich gebracht. Am Samstag (19. Dezember) wartet nun das 38. und letzte Spiel des Jahres auf die Adler.

Zum Abschluss gibt‘s für die geneigten Fußballtraditionalisten noch einmal einen klangvollen Namen. Das Team von Trainer Sascha Hildmann empfängt im Preußenstadion die Reserve des FC Schalke 04 (Anstoß: 14 Uhr). Der Revierclub, der gerade mit seiner Profi-Mannschaft eine Negativschlagzeile nach der anderen schreibt, lauert dem SCP im Nacken: Vier Punkte liegt Preußen Münster vor den Knappen. Am Samstag sollen es derer sieben werden.

FußballvereinPreußen Münster
StadionPreußenstadion
TrainerSascha Hildmann

Preußen Münster: Sascha Hildmann wartet auf dänisches Bier

„Schalke hat eine ähnliche Anlage wie Aachen. Wir wollen genauso couragiert auftreten und wieder unser Spiel durchziehen“ betonte Sascha Hildmann vor dem West-Duell. Gegen Königsblau will der SCP-Coach auf dieselbe Elf vertrauen, die zuvor Alemannia Aachen besiegt hat. Beim 1:0-Erfolg von Preußen Münster avancierte Neuzugang William Møller mit seinem späten Siegtreffer zum Matchwinner. Dieser hatte seinem Coach nach der Partie wohl noch etwas Besonderes versprochen.

„Willi hat mir ein dänisches Bier versprochen, er ist ein lustiger Typ. Noch habe ich aber keins gesehen – und noch ist es auch nicht die Zeit für Bier“, verriet Sascha Hildmann am Tag vor dem Spiel. Im Fokus stehen zunächst die drei Punkte, die Preußen Münster gegen Schalke einfahren will. Danach wird der Coach an den Weihnachtstagen wohl noch genügend Zeit für Bier haben.

Preußen Münster: Bier, Wurst, Leben – die Wünsche des Sascha H.

Der Übungsleiter registriert natürlich auch, dass seine Stammspieler so langsam am Stock gehen. Das straffe Programm der Regionalliga ist an den SCP-Spielern körperlich nicht spurlos vorbeigegangen. „Nach der Partie ist für die Jungs Pause. Unsere Dauerbrenner sollen sich dann gut ausruhen, andere müssen was nacharbeiten, das wird individuell entschieden“, so der Trainer. Am 4. Januar 2021 will Preußen Münster dann wieder ins Training einsteigen. Der Coach schwört seine Truppe bereits jetzt auf das kommende Frühjahr ein: „Die Phase, die jetzt im Januar, Februar, März kommt, ist die wichtigste. Davon bin ich überzeugt, dass sich da alles entscheiden wird.“

Ein paar Punkte hätten es für den Coach in der bisherigen Regionalliga-Saison sein können. Doch auch abseits des sportlichen wurde das zurückliegende Jahr für das Bundesliga-Gründungsmitglied zu einer Herausforderung. Im Frühjahr hatte Preußen Münster für seine Mitarbeiter wegen der Corona-Krise Kurzarbeit beantragt – zudem hatten die Profis einem Gehaltsverzicht zugestimmt. Nachdem kurzzeitig bis zu 1000 Fans im Stadion in Münster erlaubt waren, ist das weite Rund seit einigen Monaten wieder leer. Daher äußerte Sascha Hildmann vor dem letzten Spiel des Jahres einen ganz besonderen Wunsch für 2021: „Ein schönes Flutlichtspiel, dazu ein paar Bier und eine Wurst. Das Leben, was dazugehört. Das Schimpfen, das Freuen. Ich wünsche mir all das im neuen Jahr zurück.“ Es gibt vermutlich niemanden, der ihm in dieser Sache widerspricht.

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