1:1 gegen Schalke II

Erschöpfte Preußen freuen sich auf die Pause – und verstärken sich im Sturm

Das Jahr 2020 endet für Preußen Münster mit einem Remis. Bitter wiegt nach dem Spiel die Verletzung von Alexander Langlitz. Indes hat sich der SCP fürs neue Jahr verstärkt.

Münster – Am Ende war es wohl vor allem Erschöpfung, die die Spieler von Preußen Münster nach dem 1:1 gegen die Reserve des FC Schalke 04 verspürten. Nach 38 Spielen im Jahr 2020 und alleine 20 Partien seit Anfang September kommt die knapp dreiwöchige Winterpause den SCP-Kickern nur recht.

Die Adler kamen am Samstag (19. Dezember) gut aus der Kabine und hatten die Anfangsphase der Partie gegen Königsblau vollkommen im Griff. „Wir hatten eine hervorragende erste halbe Stunde. Leider haben wir in der Zeit nur ein Tor geschossen“, resümierte Trainer Sascha Hildmann die Phase, die durch das Führungstor von Alexander Langlitz (12. Minute) gekrönt wurde. Schwer wog jedoch die Verletzung, die sich der Mittelfeldspieler von Preußen Münster in der Szene zugezogen hatte und deswegen kurze Zeit später ausgewechselt werden musste.

FußballvereinPreußen Münster
StadionPreußenstadion
TrainerSascha Hildmann

Schalke kommt gegen Preußen Münster immer besser ins Spiel

„Ich hab die Verletzung in Kauf genommen“, sagte Langlitz nach dem Spiel, das er sich nach seiner Auswechslung von der leeren Tribüne im Preußenstadion aus weiter anschaute. Was er danach sah, war eine Schalker Mannschaft, die das Ruder immer mehr übernahm und Preußen Münster nur noch wenig ins Spiel kommen ließ. Kurz vor der Halbzeit blockte Osman Atilgan einen Schalker Schuss auf der Linie ab und sicherte dem Gastgeber so zumindest die Halbzeitführung.

Nach dem Seitenwechsel kam Preußen Münster nicht mehr wirklich in aussichtsreiche Gelegenheit, die Führung auszubauen. Die spielerisch überlegenen Schalker, deren Profiabteilung am selben Nachmittag noch gegen den SCP-Rivalen Arminia Bielefeld verlor*, schnürten die Adler zeitweise in der eigenen Hälfte ein. So war es nur eine Frage der Zeit, ehe Münster den Ausgleich einstecken musste. Wenige Sekunden nach seiner Einwechslung war Fatih Candan per Kopf für die Gäste zur Stelle (75.).

Justin Möbius hatte gegen Schalke seinen achten Startelfeinsatz der Saison.

Preußen Münster verstärkt sich im Sturm

„Wir können mit dem Punkt leben“, stellte Sascha Hildmann nach der kräftezehrenden Partie fest. Hinter Preußen Münster liegt somit ein ereignisreiches und abwechslungsreiches Jahr 2020. Nach dem bitteren Abstieg aus der 3. Liga stellte das Coronavirus auch den SCP vor einige Herausforderungen. „Dieses Seuchenjahr mit Corona hat uns sehr wehgetan. Hoffen wir, dass es bald vorbei ist und wieder bergauf geht“, äußerte der Trainer seine Wünsche für 2021.

Für das neue Jahr hat der Verein indes bereits aufgerüstet. Am Montag (21. Dezember) wurde die Verpflichtung von Gerrit Wegkamp verkündet, der vom Drittligisten FSV Zwickau an die Hammer Straße nach Münster wechselt. Damit reagiert Sportdirektor Peter Niemeyer vor allem auf die Offensivschwäche, die Preußen Münster in der bisherigen Saison an den Tag legte. Nur 28 Tore erzielten die Adler bislang – schlechtester Wert der ersten sieben Regionalligateams. „Seine Verpflichtung soll sich nicht nur in kurzfristigen Erfolgen niederschlagen, sondern sich auch als Vorgriff auf die nächste Saison auszahlen. Er ist ein richtig guter Typ im besten Fußballeralter, der charakterlich sehr gut in unser Team passt“, sagte Niemeyer zum Neuzugang.

Rubriklistenbild: © Jürgen Peperhowe/WN

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