Drittliga-Duell am Freitag

"Wir müssen aus dieser Liga raus": Magath will mit Preußen-Gegner aufsteigen

Der Abstiegskampf geht weiter: Am Freitag empfängt Preußen Münster die Würzburger Kickers im heimischen Stadion. Felix Magath, Berater des kommenden Gegners, sieht den Verein künftig in Liga 2.

  • Preußen Münster empfängt am Freitag die Würzburger Kickers.
  • Felix Magath ist bei den Franken tätig.
  • "Quälix" will mit dem Verein in die 2. Liga.

Münster/Würzburg – Die Ansprüche könnten bei den Kontrahenten, die sich am kommenden Freitag (14. Februar) im Preußenstadion treffen, vermutlich nicht größer sein. Der SCP kämpft gerade darum, nicht in die Regionalliga absteigen zu müssen.

Bereits elf Pleiten kassierte das Team von Trainer Sascha Hildmann in dieser Saison. Nach dem Remis in Kaiserslautern (1:1) ist der Abstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz auf sieben Zähler gewachsen. Für Ärger sorgte bei den Pfälzern vor allem die Spielweise von Preußen Münster, die sich am Betzenberg hauptsächlich aufs Verteidigen konzentrierten.

Preußen Münster: Felix Magath beim Gegner aus Würzburg tätig

Gegen die Würzburger Kickers wird der SCP vermutlich wieder das Heft des Handelns in die Hand nehmen – alleine schon, weil das Spiel vor den eigenen Zuschauern stattfindet. Preußen Münster trifft am Freitag auf einen Verein, der im Vergleich zu den Adlern ganz andere Ziele hat. Dies wird alleine schon an einer Personalie deutlich.

Felix Magath, legendärer Bundesliga-Coach, ist seit Kurzem als Chef bei "Flyeralarm Global Soccer" tätig. Das Druckunternehmen ist Investor bei den Würzburger Kickers, Preußen Münsters kommendem Gegner, und will hoch hinaus. Für seinen Ehrgeiz wurde "Quälix" in der Liga lange Zeit gefürchtet – von Gegnern und seinen Spielern. Nun ist er bei den Franken als Berater angestellt. Ob ohne oder mit Trainer Michael Schiele – mittelfristig soll es eine Klasse höher gehen.

Preußen Münster gegen Würzburger Kickers: Felix Magath will aufsteigen

"Es ist ja klar, dass wir aus dieser Liga raus müssen, allein aus wirtschaftlichen Gründen", erklärte Felix Magath, gegenüber der Mainpost. Ob es schon in dieser Saison klappt? Derzeit liegen die Würzburger Kickers sieben Punkte hinter dem Relegationsplatz. Gegen Preußen Münster soll nun das dritte Erfolgsergebnis her. Zuletzt fegten die Franken Ingolstadt (3:1) und Großaspach (6:0) vom Platz.

Rücksicht auf die Ambitionen der Kickers wird der SCP am Freitag (Anstoß: 19 Uhr) nicht nehmen. Für die Adler zählt im Abstiegskampf jeder Punkt. Da kommt es gerade recht, dass Preußen-Münster-Angreifer Luca Schnellbacher seine Form gefunden hat. Drei Scorerpunkte gingen seit Januar bereits auf das Konto des 25-Jährigen. 

Mit der Partie gegen die Würzburger Kickers bleiben Preußen Münster noch 15 Spiele für den Klassenerhalt. Trainer Sascha Hildmann äußerte sich vor dem Match, wie die Mannschaft ihr Ziel erreichen kann. In dem Spiel kam es zu einem Rassismus-Eklat. Leroy Kwadwo von den Würzburger Kickers wurde von einem Fan rassistisch beleidigt: Die Fans von Preußen Münster reagierten daraufhin auf beeindruckende Weise. Der Verein zog daraufhin Konsequenzen: Unter anderem belegte Preußen Münster den Täter mit einem Stadionverbot.

Rubriklistenbild: © Daniel Karmann

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