4:2 gegen Halle

Mit Schwung aus der Corona-Pause: Preußen schießen sich für die Bayern warm

Viele Fragen gab es vor dem ersten Drittliga-Spieltag nach der langen Unterbrechung. Unter anderem, ob Preußen Münster die zuletzt gezeigte Form halten würde. Am Sonntag gab's die eindrucksvolle Antwort.

  • Preußen Münster meldet sich eindrucksvoll zurück.
  • Wegen des Coronavirus wurde die 3. Liga knapp zwei Monate unterbrochen.
  • Im Preußenstadion herrschte beim 4:2 über Halle gespenstische Atmosphäre.

Münster – Obwohl der Verein eine Fortsetzung der Saison lange und vehement beklagt hatte, zeigten die Spieler von Preußen Münster am vergangenen Sonntag (31. Mai), dass sie Bock auf Fußball hatten. Für alle Beteiligten war die erste Partie nach der Corona-Pause dennoch kein Arbeitstag wie jeder andere.

Preußen Münster

Spielstätte

Preußenstadion

Gegründet

30. April 1906

Mitglieder

1906

Preußen Münster brennt Feuerwerk in 1. Halbzeit ab

Dies verdeutlichte alleine schon der Blick auf die leeren Ränge im Preußenstadion. Die gespenstische Stille im weiten Rund war auch nach dem Spiel für Trainer Sascha Hildmann nichts, woran er sich gewöhnen möchte. "Nein, Geisterspiele sind schon skurril. Man läuft hier rum, als wäre man in einer Mondstation", erklärte der Coach nach dem 4:2-Erfolg von Preußen Münster über den Halleschen FC.

Besonders in der ersten Halbzeit brannte der Gastgeber ein Feuerwerk im leeren Stadion ab. Nach 31 Minuten hieß es nach Toren von Kevin Rodrigues Pires (4.), Maurice Litka (13.) und Luca Schnellbacher (31.) bereits 3:0 für Preußen Münster. "Das Ergebnis zur Pause tat uns richtig gut", gestand Litka, der im zweiten Durchgang mit seinem zweiten Treffer zum zwischenzeitlichen 4:1 (77.) nochmals nachlegte. 

Keine Zeit zum Ausruhen: Preußen Münster tritt am Mittwoch in München an

Für Preußen Münster war der Sieg gegen Halle Gold wert. Die Adlerträger sind nun auf drei Punkte an den HFC, der nun punktgleich mit dem Tabellen-16. aus Zwickau ist, herangerückt. "Wir haben in der Vorbereitung sehr, sehr hart gearbeitet. Keiner hat sich im Training geschont. Dafür wurden wir heute auf dem Platz belohnt", resümierte Doppeltorschütze Litka die vergangenen Wochen.

Zeit zum Durchatmen bleibt für Preußen Münster jedoch nicht. Bis Anfang Juli wird die restliche Saison im Eiltempo durchgepeitscht. Ob der SCP der Doppelbelastung standhält, wird sich im Duell gegen Ingolstadt zeigen. Weiter geht's bereits am morgigen Mittwoch (3. Juni) beim Auswärtsspiel gegen Bayern II. Am Stadion an der Grünwalder Straße (Anstoß: 19 Uhr) wartet auf die Elf von Sascha Hildmann zwar ein anderes Kaliber als noch am Sonntag – doch der SCP scheint für die kommenden Wochen gerüstet zu sein.

Am 29. Spieltag geht's für die Adler nach Giesing. Bei der Reserve des FC Bayern will Preußen Münster nachlegen. Der SC Preußen Münster verlor die Partie gegen Bayern – die Spieler setzten jedoch ein wichtiges Zeichen. Nach dem Sieg gegen Unterhaching will Preußen Münster bei der SG Sonnenhof Großaspach einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.

Rubriklistenbild: © Sohrab Dabir/msl24.de

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare