#06Fragen

"Ich möchte Spaß haben": Preußen-Neuzugang Fridolin Wagner im Interview

Fridolin Wagner hat bislang beim SC Preussen eingeschlagen. 
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Neuzugang Fridolin Wagner hat bislang beim SC Preußen eingeschlagen. 

Sven Hübscher brachte ihn mit aus Bremen – und bislang hat Fridolin Wagner gezeigt wieso. Der Neuzugang von Preußen Münster überzeugte in allen Partien. Im Interview erzählt er, wie er die Konkurrenz im Mittelfeld sieht und wo er eines Tages hin möchte. 

Münster – Vielen Fußballfans war Fridolin Wagner vor dieser Saison vermutlich kein Begriff. Mittlerweile dürfte sich sein Name zumindest in der 3. Liga herumgesprochen haben. Der Neuzugang des SC Preußen hat in den ersten vier Partien bewiesen, wieso ihn Trainer Sven Hübscher von der Bremer Reserve mit an die Hammer Straße brachte.

Der 21-Jährige hat sich in der Startelf von Preußen Münster bislang etabliert. In unserer Interview-Reihe #06Fragen erzählt der gebürtige Leipziger, wie er den Konkurrenzkampf im Mittelfeld sieht, was er an seinem Trainer schätzt und wo er seine Zukunft sieht.

Fridolin, konntest du dich mit der Stadt Münster bereits anfreunden? 

Fridolin Wagner: "Ja, das konnte ich. Das Stadion ist sehr schön und auch die Stadt gefällt mir sehr gut. Zudem passt das Umfeld insgesamt einfach. Ich habe mich hier gut eingefunden.“

Du kennst Trainer Sven Hübscher aus deiner Bremer Zeit sehr gut. Was schätzt du besonders an ihm? 

Wagner: "Dass er selbst sehr hart für den Erfolg der Mannschaft arbeitet und sich selbst als Teil des Teams und nicht als Einzelkämpfer sieht. Außerdem hinterfragt er immer alles – auch sich selbst. Diese Art von ihm gefällt mir. Dadurch fällt es dir auch als Spieler leichter, härter zu arbeiten, wenn du weißt, dass der Trainer sich auch voll reinhängt.“

Preußen Münsters Fridolin Wagner sieht noch Luft nach oben

Hinter euch liegt eine spektakuläre Woche: Erst der Heimsieg gegen Jena, dann die Pleite in Duisburg und zum Abschluss das Wahnsinns-Spiel gegen Lautern. Wie bewertest du die ersten vier Partien? 

Wagner: "Von der Punkteausbeute her waren die ersten vier Partien ganz gut. In München wäre denke ich noch mehr möglich gewesen, wenn wir an unsere erste Hälfte angeknüpft hätten. Gegen Jena waren wir auch spielerisch die bessere Mannschaft, das Spiel mussten wir ziehen. In Duisburg haben wir dann aufgezeigt bekommen, was uns im direkten Vergleich zu einer Spitzenmannschaft vielleicht noch fehlt und was wir besser machen müssen, um gegen solche Teams zu bestehen. Aber dass wir noch nicht so konstant sind, ist auch logisch, solange spielen wir ja noch nicht zusammen. Das Heimspiel gegen Lautern war dann ein emotionales Highlight, da hat man richtig gespürt, dass die Mannschaft auch auf dem Feld intakt ist und die Fans unsere Idee und unsere Art Fußball zu spielen positiv aufnehmen und dahinterstehen.“

Nach einer starken Vorbereitung und den bisherigen Spielen bist du ein Fixpunkt im zentralen Mittelfeld geworden. Wie siehst du den Konkurrenzkampf auf der Position? 

Wagner: "Den Konkurrenzkampf sehe ich unverändert. Ich wusste, als ich hergekommen bin, dass mehrere Spieler die Position bekleiden können. Meine Vorbereitung und meine Spiele waren ganz ordentlich, aber auch da ist noch Luft nach oben. Der Konkurrenzkampf bleibt aber weiter bestehen und wird es auch bis zum Saisonende, was auch gut ist. Wenn du dir sicher sein kannst, dass du spielst, bringst du nicht mehr deine Leistung. Wir haben einen positiven Konkurrenzkampf, da würde ich nicht sagen, dass ich den schon für mich entschieden habe.“

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Preußen Münster: Wagner über seine Ziele als Fußballer 

Seit einigen Wochen habt ihr mit Christoph Metzelder einen prominenten Gast, der in seiner Profizeit bei Borussia Dortmund, Schalke 04 und Real Madrid viel erlebt hat. Wie könnt ihr als Team und auch du persönlich von "Metzes" Erfahrung profitieren? 

Wagner: "Bisher hält er sich eher im Hintergrund auf und verfolgt die Trainingseinheiten aus der Beobachterrolle, daher sind die Berührungspunkte noch gering. Er bringt aber natürlich eine Wahnsinnserfahrung mit und verfügt über eine sehr positive Ausstrahlung. Das ist für uns Spieler natürlich schön, wenn so ein erfahrener Spieler mit auf dem Trainingsplatz steht. Wir haben aber noch nicht so viel miteinander gesprochen.“

Was sind deine persönlichen Ziele als Profifußballer? Wo soll es für dich hingehen? 

Wagner: "Ich will gesund bleiben und möglichst hoch spielen natürlich. Vor allem möchte ich aber Spaß haben. Das ist für mich das Wichtigste. Deswegen möchte ich, solange es nur eben geht, Spaß haben und natürlich erfolgreich sein, denn das geht ja miteinander einher. Dann soll es für mich so hoch gehen wie nur möglich, aber zum jetzigen Zeitpunkt bin ich hier in Münster sehr glücklich.“

Vor der Saison nahm sich ein anderer Neuzugang Zeit für ein Interview: Preußen Münsters Luca Schnellbacher erzählte unter anderem, wieso es ihn zum SCP zog. Am kommenden Wochenende kommt derweil ein großer Name an die Hammer Straße. Das spielfreie Wochenende nutzt Preußen Münster für ein Freundschaftsspiel gegen den BVB.

Seit drei Jahren spielt Wagners Teamkollege Ole Kittner nun für den SCP. Im Interview sprach der Innenverteidiger von Preußen Münster über sein Leben und seine Karriere.

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