#06Fragen

„Einfach attraktiven Fußball spielen“: SCP-Trainer Sascha Hildmann im Interview

Sascha Hildmann, Trainer von Preußen Münster.
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Seit einem Jahr ist Sascha Hildmann Trainer bei Preußen Münster.

Die Rückrunde steht für Preußen Münster bevor. Hinter den Adlern liegt ein ereignisreiches Jahr 2020, zu dem sich Trainer Sascha Hildmann im Interview äußerte.

Münster – Er brachte nicht nur neue Ideen, sondern auch frischen Wind an die Hammer Straße in Münster. Seit einem Jahr ist Sascha Hildmann Trainer beim SCP. Nach einer verkorksten Drittliga-Hinrunde unter Sven Hübscher ging es für Preußen Münster unter dem gebürtigen Pfälzer sportlich wieder bergauf.

Doch auch der 48-Jährige konnte den Abstieg von Preußen Münster aus der 3. Liga nicht verhindern. Der Verein machte einen Cut und sorgte für viel frisches Blut in der ersten Regionalliga-Saison nach neun Jahren. Im #06Fragen-Interview äußert sich Sascha Hildmann zur abgelaufenen Hinrunde und den Zielen fürs neue Jahr.

FußballvereinPreußen Münster
StadionPreußenstadion
TrainerSascha Hildmann

Herr Hildmann, wie bewerten Sie die Hinrunde ihrer Preußen in der Regionalliga? 

„Da muss ich etwas weiter ausholen. Die ganze Situation im Sommer mit dem Abstieg, der Corona-Pandemie und der kurzen Vorbereitungszeit war schon sehr schwierig. Da war es auch schwer, einen Ansatz für die eigene Rolle in dieser Liga zu finden. Es war aber sicherlich der richtige Weg, sich zunächst zu konsolidieren und zu stabilisieren. Wir mussten die Liga kennenlernen und wissen jetzt, dass es vier, fünf Mannschaften gibt, die ein richtig gutes Niveau haben, aber auch viele Mannschaften etwas abfallen.

Wir wollten uns dann vorne festbeißen, haben mit RW Essen und Borussia Dortmund II aber eine sehr große Konkurrenz. Für Preußen Münster ist die Hinrunde insgesamt okay verlaufen. Es war wichtig, dass wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben, da gibt es genügend Beispiele, wo es anders gelaufen ist. Aber natürlich wollen wir in der Rückrunde nochmal richtig Gas geben und ein paar Plätze klettern.“

Mit dem direkten Wiederaufstieg wird es diese Saison wohl nicht klappen – enttäuscht Sie das oder war dies aufgrund der Verjüngung des Kaders zu erwarten?

„Das war wohl so zu erwarten. Nach dem, was zum Ende der letzten Saison und im Sommer passiert ist, wäre es ohnehin sehr, sehr schwierig gewesen, das zu schaffen. Wir haben das stets realistisch betrachtet. Das Tabellenbild, wie es sich aktuell darstellt, geht schon in Ordnung und war so auch zu erwarten.“

Sascha Hildmann (Preußen Münster) freut sich auf seinen Neuzugang

Die Chancenverwertung war das große Manko der Hinrunde – glauben Sie, dass dies durch die Verpflichtung von Gerrit Wegkamp in der Rückrunde besser wird?

„Es stimmt, die Chancenverwertung war unser Manko. Mit Gerrit haben wir uns qualitativ nochmal verstärken können und sind davon überzeugt, dass er uns da weiterhilft.“

Die Winterpause war relativ kurz – wird das Team gegen Rödinghausen schon bei 100 Prozent sein?

„Das war ja keine richtige Pause, das war vielmehr eine Unterbrechung. Wir haben zuvor in drei Monaten 20 Spiele absolviert und hatten jetzt nur die kurze Unterbrechung, da verlieren die Jungs nicht so viel. Aber es ist trotzdem nicht leicht, sofort wieder bei 100 Prozent zu sein – das muss aber unser Ziel sein.“

Sascha Hildmann ist mit der bisherigen Saison seiner Preußen zufrieden.

Sascha Hildmanns Ziele mit Preußen Münster

Mit welcher Zielsetzung gehen Sie in die restliche Saison?

„Wir wollen so viele Spiele wie möglich gewinnen, in der Tabelle so weit klettern, wie es möglich ist, und einfach attraktiven Fußball spielen.“

Sie sind jetzt schon einige Monate im Münsterland. Haben Sie schon neue Eigenschaften an sich entdeckt, die als typisch westfälisch gelten könnten?

„Die Münsterländer sind typisch westfälisch. Etwas ruhiger, zurückhaltender, aber sehr nett und freundlich. Es ist ein etwas ruhigeres Leben hier.“

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