Antwerpens Nachfolger gesucht 

Jetzt ist es fix: Sven Hübscher wird neuer Preußen-Trainer

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Sven Hübscher wird neuer Preußen-Coach. Bereits beim FC Schalke agierte er als Co-Trainer.

Bis zum Sommer hält Marco Antwerpen die Zügel in der Hand bei Preußen Münster. Jetzt wurde sein Nachfolger gefunden. Der Verein stellte am Mittwoch den neuen SCP-Coach vor.

Update: 20. März. Münster – Sportlich gibt es für Preußen Münster nicht viel zu lachen. Nach drei Partien in Folge taumelt der Klub den Abstiegsrängen entgegen. Doch an Trainer Marco Antwerpen halten die Verantwortlichen derzeit weiter fest – trotz seines Abschieds im Sommer. 

Wer Nachfolger von "Anti" wird, ist jetzt auch klar. Die Spatzen haben es schon länger von den Dächern gepfiffen: Ab der kommenden Saison wird Sven Hübscher neuer Chefcoach bei Preußen Münster. Als Co-Trainer wird Tobias Hellweg installiert. Dies gab der Verein am Mittwoch (20. März) bekannt.

Beide Trainer erhalten Verträge bis 2021. "Wir haben hier unsere absolute Wunschlösung gefunden, beide erfüllen genau unser Anforderungsprofil. Sie haben bereits bewiesen, dass sie mit jungen Spielern arbeiten und diese auch weiterentwickeln können", kommentierte Sportdirektor Malte Metzelder die Verpflichtung Hübschers.

Am neuen Preußen-Trainer schätzen Münsters Verantwortliche vor allem seine lange Arbeit im Nachwuchsbereich. Er trainierte in der Vergangenheit die Schalker Jugend und steht bis Ende der Saison bei der U23 von Werder Bremen an der Seitenlinie – gemeinsam mit Hellweg. Der 40-Jährige freut sich bereits auf die neue Aufgabe an der Hammer Straße.

"Es ist für mich der nächste logische Schritt, eine Profimannschaft zu betreuen. In den Gesprächen mit der sportlichen Leitung hat sich schnell herausgestellt, dass wir eine sehr ähnliche Auffassung vom Fußball und von der Zusammenarbeit haben."

Hübscher nach Münster? Preußen an Ex-Bundesliga-Trainer dran

Update: 12. März. Münster – Wer wird der Nachfolger von Marco Antwerpen? Die Trainersuche läuft beim SC Preußen noch. Namen kommentiert der Verein – wie es in der Branche üblich ist – nicht. Doch auch rund um die Hammer Straße laufen die Spekulationen. Einen heißen Kandidaten soll es bereits geben.

Wie die "Bild" berichtet, ist Preußen Münster an Sven Hübscher dran. Der 40-Jährige trainiert seit 2017 die U23 von Werder Bremen. Zuvor war er viele beim FC Schalke 04 tätig. Zunächst in der Jugendabteilung, später als Co-Trainer bei den Profis unter Jens Keller, Roberti di Matteo und Andre Breitenreiter.

Mit Preußens Sportdirektor Malte Metzelder soll es bereits mindestens zwei Treffen gegeben haben. Hübscher würde in das Anforderungsprofil der Adlerträger passen: "Wir suchen einen lizensierten Fußballlehrer, der sich traut, Nachwuchsspieler zu integrieren. Er muss junge Spieler fördern und weiter entwickeln können“, sagte Münsters Sportchef vor einigen Wochen.

Ob es wirklich zur Zusammenarbeit kommt, bleibt noch offen. Metzelder kündigte jedoch eine "zeitnahe Entscheidung" bezüglich der Trainerfrage bei Preußen Münster an. Mit dem neuen Coach soll die neue Saison geplant werden.

Im Sommer ist Schluss. Bis dahin muss ein Nachfolger für Marco Antwerpen gefunden werden.

Kandidaten-Check: Wer könnte Antwerpens Nachfolger beim SCP werden?

Erstmeldung: 29. Januar. Münster – Die Gerüchteküche brodelte schon einige Wochen. Dennoch traf die Nachricht, dass Marco Antwerpen die Preußen im Sommer verlassen wird, den Verein hart. "Anti" leistete in seiner Amtszeit seit dem 12. Dezember 2017 gute Arbeit in Münster. Erreichte in 43 Spielen einen Schnitt von 1,63 Punkten pro Partie.

Nicht nur Preußen-Fans stellen sich die Frage: Wer könnte Antwerpens Nachfolge antreten? Viel Geld, einen hochrangigen Trainer zu verpflichten, hat Münster nicht. Doch einige Kandidaten gibt es. 

  • Nils Drube: Hat eine Preußen-Vergangenheit (Ex-Trainer der U19). Ist derzeit bei den Sportfreunden Lotte im Amt und hat den Verein nach dem Katastrophen-Start wieder in die Spur gebracht. Besitzt beim SFL nur einen Vertrag bis zum Sommer. Ist in Münster geboren und kennt den Verein.
  • Norbert Meier: Erfahrener Haudegen. Hat bislang elf Trainerstationen hinter sich. Zuletzt war er bei Ligakonkurrent 1. FC Kaiserlautern tätig. Bei den Pfälzern wurde er im September 2017 entlassen und ist seitdem ohne Job. Meier ist öfters bei Spielen von Preußen Münster im Stadion zu sehen. Wäre bei den Fans aufgrund seines Verschleißes vermutlich nicht die beliebteste Lösung.
  • Ismail Atalan: Erfolgreich mit den Sportfreunden Lotte. Ziemlich erfolglos mit dem VfL Bochum. Wurde nach nur elf Spielen beim Ruhrverein entlassen. Der 38-Jährige hat seinen Wohnsitz im münsterländischen Senden und somit einen regionalen Bezug zu Preußen Münster.
Ein Kandidat für den SCP? Ismail Atalan ist nach seinem Gastspiel in Bochum vereinslos.
  • Peter Vollmann: Punktet ebenfalls mit Erfahrung. Trainierte Preußen Münster bereits zwischen Dezember 2002 und November 2003. Wurde nach einem Punkteschnitt von 1,10 wieder entlassen. Hätte es aus seiner Heimat in Billerbeck nicht weit zur Hammer Straße.
  • Babacar N'Diaye: War bei Preußen Münster zwischen 2012 und 2016 Co-Trainer unter Ralf Loose, Pavel Dotchev und Horst Steffen. Seit Sommer 2017 ist er Teammanager bei Bundesligist RB Leipzig. Bei den Fans der Adlerträger immer noch ein echter Liebling. 
  • Michael Frontzeck: Trainertyp "Feuerwehrmann". Wurde im vergangenen Dezember in Kaiserslautern wegen Erfolglosigkeit entlassen. Wäre vermutlich die namhafteste Lösung, aber eine, die man den Fans von Preußen Münster nur schwer vermitteln könnte.
  • Stefan Krämer: Ist seit Dienstag (28. Januar) vereinslos. Wurde bei Preußens Ligakonkurrent KFC Uerdingen auf Platz vier der Tabelle entlassen. Wäre die sportlich attraktivste Lösung für Münster. Nur werden Krämer vermutlich attraktivere Angebote ins Haus flattern. Zudem gäbe es ein großes Problem: Krämer trägt ein Tattoo von Arminia Bielefeld auf dem Oberarm.

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