Aktion von SCP, USC und WWU

Preußen fördern Bewegung im Lockdown: Münster läuft in 24 Tagen um die Welt

Gesundheit und Fitness sind dürfen im Lockdown nicht zu kurz kommen. Daher hatten die drei Sportvereine am Berg Fidel – darunter Preußen Münster – eine Aktion ins Leben gerufen, die jetzt nach 24 Tagen beendet wurde.

Münster – Einmal um die Erde laufen – was aufgrund diverser Ozeane nur schwer machbar ist, gelang nun auf eine andere Art und Weise. Um die Menschen zu mehr Bewegung während des Lockdowns zu animieren, haben sich die drei Sportvereine am Berg Fidel, Preußen Münster, der USC Münster und die WWU Baskets, eine besondere Aktion ausgedacht.

FußballvereinPreußen Münster
StadionPreußenstadion
TrainerSascha Hildmann

Ex-Profi von Preußen Münster hatte die Lauf-Idee

Münster läuft um die Welt“, hieß die Aktion, die der ehemalige Preußen-Münster-Profi Ole Kittner ins Leben gerufen hatte. „Die Grundidee war, dass die drei Vereine enger zusammenrücken und mehr kooperieren wollen. Die ursprüngliche Überlegung, nur die eigenen Jugendmannschaften gegeneinander antreten zu lassen, wurde aber immer weiter gedacht, mit dem Ziel, möglichst viele Münsteranerinnen und Münsteraner mit einzubeziehen“, erinnert sich der 33-Jährige zurück an den Ursprung der Idee.

Mitmachen bei der Lauf-Aktion konnte jeder Bürger der Stadt – dokumentiert wurden die gelaufenen Kilometer auf den Social-Media-Kanälen mit dem Hashtag #muensterumdiewelt. Auch der Bürgermeister von Münster, Markus Lewe (CDU) ließ es sich nicht nehmen, an der Challenge teilzunehmen, die am 2. Januar ins Leben gerufen wurde. In Zeiten, in denen durch Home-Office und Coronavirus-bedingten Lockdown die Menschen immer seltener aus dem Haus kommen und miteinander agieren können, sollten so Bewegung und Zusammenhalt gefördert werden

Preußen Münster: Um den Erdball in 24 Tagen

Pro gelaufenen Kilometer oder wahlweise pro zurückgelegen Teilstücks konnte zudem an die Kinderkrebshilfe Münster gespendet werden. Nur 24 Tage später, am Dienstag (26. Januar), waren die 40.075 Kilometer bereits geknackt. „Der Initiative ist es gelungen, ein Wir-Gefühl zu schaffen, das es so zuletzt nicht mehr gab, weil Sportvereine geschlossen sind, das Zusammensein in der Kabine oder im Mannschaftskreis fehlt. Die Social-Media-Dynamik, die das ganze dann erreicht hat, hätte ich so aber auch nicht erwartet“, sagte Ole Kittner, der nach seiner aktiven Zeit bei Preußen Münster als Sportpsychologe tätig ist, und zeigte sich erfreut über das erreichte Ziel.

Ole Kittner, Ex-Profi von Preußen Münster, hat die Aktion ins Leben gerufen.

Zusammengerückt ist der SCP in den derzeit immer noch harten Corona-Zeiten auch anderweitig. Da dem Regionalligisten aufgrund von Geisterspielen weiterhin wichtige Einnahmen fehlen, haben die Profis von Preußen Münster erneut auf einen Teil ihres Gehalts verzichtet. Zudem wurde für die Mitarbeiter der Geschäftsstelle Kurzarbeit angemeldet.

Rubriklistenbild: © Paul Zinken/dpa

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