Ermittlungen laufen

Polizist schlägt 15-Jährigen Balljungen – jetzt äußert Kripo einen Verdacht

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Während des Platzsturms wurde ein Balljunge von Preußen Münster von einem Polizisten verletzt.

Das sorgt für Schlagzeilen: Nach dem letzten Heimspiel von Preußen Münster wurde ein Balljunge (15) von einem Polizisten geschlagen. Nun offenbart die Kripo die ersten Ergebnisse ihrer Ermittlungen.

Ernüchtender Heimabschluss: Bilder der 1:4-Klatsche gegen KSC

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Update: 16. Mai. Münster – Die Polizei Münster hat sich in einer Pressemitteilung zum aktuellen Ermittlungsstand im Fall des 15-Jährigen* Balljungen, der nach dem letzten Preußen-Münster-Heimspiel von einem Polizisten geschlagen wurde, geäußert.

Die Beamten der Kriminalpolizei haben in den vergangenen Tagen des Videomaterial, das beispielsweise von der Fanhilfe Münster veröffentlicht wurde, gesichtet und ihre Ermittlungs-Ergebnisse an die Staatsanwaltschaft Münster weitergegeben. "Aufgrund dieser ersten Erkenntnisse ergibt sich gegen einen eingesetzten Polizeibeamten der Verdacht einer Körperverletzung", heißt es in der Mitteilung.

Gegen den Polizisten, der auf dem Video aus dem Preußenstadion zu erkennen ist, wurde deshalb nun ein Ermittlungsverfahren wegen des "Verdachts der Körperverletzung im Amt" eingeleitet. Wie bereits in einem früheren Update erwähnt, übernimmt die Polizei in Bielefeld fortan die weiteren Ermittlungen.

*Im früheren Verlauf der Berichterstattung wurde das Alter des Balljungen noch mit 13 Jahren angegeben. Mittlerweile hat die Polizei bestätigt, dass der Junge 15 Jahre alt ist.

Balljunge geschlagen: Preußen-Fanhilfe bezweifelt Glaubhaftigkeit der Polizei

Update: 15. Mai. Münster – Mit dem Vorfall rund um den Balljungen, der wohl von einem Polizisten nach dem Spiel gegen den KSC geschlagen wurde, befasst sich die Fanhilfe der Preußen mittlerweile intensiv. In einer weiteren Stellungnahme kritisierte sie sowohl das Vorgehen des Beamten nach dem Platzsturm, als auch das Verhalten der Polizei im Nachhinein.

Die Polizei Münster bedankte sich am Dienstag (14. Mai) in einem Tweet für die Hinweise zum Vorfall auf dem Rasen im Preußenstadion und verkündete, die Beteiligten identifizieren zu wollen. Diese Aussage bezeichnet die Fanhilfe in einem Statement als "unglaubhaft". So soll der Balljunge bereits im Krankenhaus von der Kripo zu den Geschehnissen befragt worden sein. Dort habe er ausgesagt, dass ein Polizist ihm den Schlag versetzt habe.

Daraufhin soll es seitens der Polizei ein weiteres Gesprächsangebot zwischen dem 15-Jährigen und dem mutmaßlich tätlich gewordenem Beamten gegeben haben. "Die Polizei wusste frühzeitig um den Tathergang. Warum wurde trotz dessen die Unterstellung gegenüber den KSC-Fans so lange und trotz konkreter Nachfragen durch Medienvertreter aufrecht erhalten?", heißt es im Statement der Fanhilfe von Preußen Münster. Eine Anfrage von msl24.de an die Polizei Bielefeld blieb bislang unbeantwortet. Wir berichten weiter.

Stellungnahme von Preußen Münster zu den Vorfällen

Update: 14. Mai, 15.24 Uhr. Der SC Preußen Münster hat in einer Stellungnahme den gewaltsamen Einsatz eines Polizisten gegen einen 15-Jährigen Balljungen scharf verurteilt. Der Vorfall sei, ebenso wie die Attacken einiger Preußen-Ultras gegen KSC-Fans am Hafen, nicht zu tolerieren.

Der Verein hat bereits unmittelbar nach dem Spiel Videos an die Polizei weitergegeben und vertraut auch weiterhin auf die Arbeit der Polizei: "Der SC Preußen Münster hat weiterhin großes Vertrauen in die Arbeit der Polizei und in eine lückenlose Aufklärung der Geschehnisse."

Derweil hat die Polizei Münster über Twitter bekanntgegeben, dass das Videomaterial derzeit ausgewertet wird, um die Beteiligten zu identifizieren. Die Ermittlungen dauern an.

Preußen Münster: Polizei Bielefeld übernimmt die Ermittlungen

Update: 14. Mai, 13.17 Uhr. Münster – Das Video, das den Schlag eines Polizisten gegen den 15-Jährigen zeigt, wurde nach kurzer Zeit wieder gelöscht. Über die Gründe lässt sich nur spekulieren. Wie die Polizei Münster auf Anfrage mitteilt, sei es nicht ihre Aufgabe sich mit der Beseitigung von Videos zu befassen. 

Pressesprecher Andreas Bode bestätigte zudem, dass die Ermittlungen nun das Polizeipräsidium in Bielefeld übernommen habe – aus Neutralitätsgründen. Diese liegen vor, da der Vorfall rund um das Preußen-Spiel in Münster vorgefallen sei. Eine Anfrage von msl24.de zu möglichen Ermittlungserfolgen in Ostwestfalen wurde bislang noch nicht beantwortet. 

Balljunge beim Preußen-Spiel in Münster verletzt: Schlug ein Polizist zu?

Erstmeldung: 14. Mai, 7.23 Uhr. Münster – Der Karlsruher Platzsturm nach dem 4:1-Erfolg über den SC Preußen könnte noch weitere Konsequenzen nach sich ziehen. Die Polizei vermeldete noch am Abend, dass im Zuge der Feierlichkeiten auf dem Rasen ein Balljunge verletzt wurde. Jetzt kam belastendes Videomaterial zum Vorschein.

Die Fanhilfe Münster machte auf den Fall aufmerksam: Ein Zuschauer im Preußenstadion dokumentierte am vergangenen Samstag den Platzsturm der KSC-Anhänger, die den Aufstieg in die 2. Liga feierten. Darin ist zu erkennen, dass der 15-Jährige von einem Polizisten ins Gesicht geschlagen wurde. Der Junge krümmte sich danach vor Schmerzen.

Preußen Münster: Balljunge wohl von Polizisten geschlagen

Aufmerksame Zuschauer kümmerten sich danach um den Balljungen mit dem roten Pullover und brachten ihn an die Seitenlinie. Der Schlag des Polizisten ist im unten eingebetteten Video ab Minute 0:31 zu sehen. Die Fanhilfen aus Münster und Karlsruhe verurteilten in einer Stellungnahme das Vorgehen des Beamten scharf und fordern eine lückenlose Aufklärung. 

Dem 15-Jährigen, der im Krankenhaus behandelt werden musste, bietet die Fanhilfe von Preußen Münster zudem rechtliche Unterstützung an. Sie bitten den Balljungen, sich bei ihnen zu melden, um eine Anzeige gegen den Beamten vorzubereiten.

Die Polizei war beim Heimspiel der Preußen gegen den KSC mit einem Großaufgebot im Stadion.

Polizei Münster ermittelt nach Preußen-Spiel wegen Körperverletzung

Die Polizei Münster hatte bislang von dem Video keine Kenntnis. Auf Anfrage bestätigte sie jedoch, dass die Ermittlungen wegen Körperverletzung im Gange sind. Bei dem Einsatz im Preußenstadion waren laut Pressesprecher Andreas Bode Beamte aus dem gesamten Bundesland vertreten. 

Vor dem Spiel gegen den KSC sorgten zudem Ultras für unrühmliche Szenen: Vor einem Café am Hafen griffen 20 Anhänger von Preußen Münster Karlsruher an und verletzten einen 60-Jährigen. Für Unmut sorgte vor der Partie zudem die Tatsache, dass die Fans von Preußen Münster den Heimblock K den KSC-Anhängern überlassen mussten. Nach nur einem Jahr ist der Trikotsponsor von Preußen Münster wieder abgesprungen. Die Adler suchen nun nach einem Nachfolger.

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