1:0 gegen Ahlen

Schwadorf rettet Zitterpartie für Preußen – Trainer kritisiert Atilgan

Es war ein Bangen bis zum Schluss: Mit Ach und Krach sicherte sich Preußen Münster den siebten Saisonsieg. Nach dem Spiel ärgerte sich der Trainer jedoch über eine Szene.

Münster – Sascha Hildmann, Trainer des SC Preußen, bezeichnete die Partie am Samstag (7. November) gegen RW Ahlen als „wirklich zähen Schinken“. Dass sich der Drittligaabsteiger gegen den Tabellenletzten der Regionalliga so schwertun würde, hätte der Coach im Vorfeld vermutlich nicht gedacht.

VereinPreußen Münster
StadionPreußenstadion
TrainerSascha Hildmann

Preußen Münster fehlte es an Ideen

Nur knapp entging der SCP einer Blamage im Preußenstadion. Gegen die kompakte Defensive der Ahlener kam Preußen Münster kaum an und erspielte sich in den 90 Minuten nur wenige nennenswerte Chancen. „Wir haben viel falsch gemacht“, lautete dementsprechend das Fazit von Sascha Hildmann nach dem zähen Spiel. Den Adlern fehlte es an zündenden Ideen, das Abwehrbollwerk des Gegners fußballerisch zu knacken.

Wie so oft im Fußball entschied letztlich eine Standardsituation die schwache Partie von Preußen Münster. Als Nicolai Remberg in der 88. Minute nach einer Flanke beim Kopfballversuch zu Boden gezerrt wurde, zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Jules Schwadorf ließ sich die Situation nicht nehmen, guckte den gegnerischen Torwart aus und verwandelte zum wichtigen 1:0.

Jules Schwadorf wurde nach seinem Siegtreffer gefeiert.

Knapper Sieg für Preußen Münster: Osman Atilgan in der Kritik

Dass es am Ende nur bei dem knappen Sieg für Preußen Münster blieb, hatte am Ende auch Osman Atilgan zu verschulden. In der 90. Minute hatte der Neuzugang von Dynamo Dresden nach einem Konter das 2:0 auf dem Fuß. Anstatt jedoch auf den mitgelaufenen Schwadorf querzulegen, versuchte es der 21-Jährige selber – und scheiterte an RW-Keeper Rafael Hester. Diese Szene sorgte für mächtig Ärger bei Trainer Sascha Hildmann

„Über seine Eigensinnigkeit werden wir reden müssen. Nur ein erfolgreicher Abschluss hätte sie entschuldigen können“, kündigte der Coach bereits ein Nachspiel für Atilgan an. Der Gescholtene zeigte sich nach dem Spiel jedoch einsichtig. Gegenüber Bild bat der Offensivspieler von Preußen Münster um Verzeihung: „Im Nachhinein weiß ich auch, falsch gehandelt zu haben. Das tut mir leid für die Mannschaft. Aber vor meinem Wechsel zu Preußen habe ich lange Zeit kaum gespielt. Gerade als Stürmer wollte ich mir deshalb über Tore neues Selbstvertrauen erarbeiten.“ Am kommenden Samstag (14. November) hat er beim SV Lippstadt die Möglichkeit, es besser zu machen.

Rubriklistenbild: © Jürgen Peperhowe

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