Preußen Münster

„Mal gucken, wer da lacht“: Sascha Hildmann sehnt sich nach dem 0:1 bereits nach Revanche

Das Topspiel verlor Preußen Münster gegen Rot-Weiß Essen. Zu harmlos zeigte sich der SCP in der Offensive. Doch der Blick ist bereits nach vorne gerichtet.

Essen/Münster – Am Ende musste auch der Gast aus dem Münsterland die Niederlage neidlos anerkennen. „Unter dem Strich hat Essen heute verdient gewonnen“, sagte ein von den zuvor 90 gespielten Minuten sichtlich gezeichneter Simon Scherder ins Mikrofon. Der Abwehrspieler lief nach einem Ellebogen-Check des Gegners den Rest der Partie mit Turban auf dem Kopf herum.

Der Gastgeber nahm von Beginn an das Heft des Handelns in die Hand und erspielte sich durch ansehnlichen Kombinationsfußball einige Torchancen in der Anfangsphase des Spiels von Preußen Münster, das aufgrund der Corona-Lage im Ruhrgebiet nur von 300 Zuschauern besucht werden durfte. Mal war bei SCP-Torwart Max Schulze Niehues Schluss, mal war die Latte im Weg – wie beim Distanzschuss von Oguzhan Kefkir nach 15 Minuten.

VereinPreußen Münster
Gründung30. April 1906
TrainerSascha Hildmann

Preußen Münster kassiert zweite Niederlage der Saison

Kurz nach der Halbzeit klingelte es dann im SCP-Kasten: Nachdem Schulze Niehues einen Schuss abprallen gelassen hatte, war Simon Engelmann per Abstauber zur Stelle (51.). Nach dem Führungstreffer entwickelte sich zwischen beiden Mannschaften ein Schlagabtausch, wobei das Chancenplus weiterhin auf der Seite des Tabellenzweiten lag. Preußen Münster spielte sich in den 90 Minuten nur zwei echte Chancen heraus. Zu wenig, um ein Spitzenteam wie Rot-Weiß Essen zu bezwingen. Simon Scherder bemängelte nach der Partie daher auch die Ungenauigkeit im letzten Pass nach vorne, wodurch dem Team „einige Chancen flöten“ gingen.

Dass das Jahr nach dem Abstieg aus der 3. Liga für die Adler nicht einfach werden würde, war allen Beteiligten klar. Dennoch, so sah es Simon Scherder, habe Preußen Münster gezeigt, dass man auch gegen Spitzenteams wie Rot-Weiß Essen gut mithalten könne. Der Revierclub bleibt in der Regionalliga weiter ungeschlagen. Der SCP musste indes die zweite Saisonniederlage hinnehmen – auch weil Joel Grodowski im ersten Durchgang die beste Chance für Münster liegen ließ, als er nur den Innenpfosten traf.

Preußen Münster gegen Rot-Weiß Essen: Hildmann schon heiß aufs Rückspiel

Den Trainer von Preußen Münster schien die Niederlage trotz des Lobs für das Auftreten der eigenen Mannschaft gegen den Titelfavoriten am Ende doch etwas zu wurmen – vor allem mit Blick auf die jubelnden Gastgeber. „Die freuen sich jetzt sehr. Aber ich freue mich schon jetzt auf das Rückspiel. Mal gucken, wer da lacht“, sagte Sascha Hildmann und sendete damit bereits erste Pfeile in Richtung RWE.

Hängende Köpfe nach der 0:1-Niederlage bei RW Essen.

Der Blick geht für die Adler jetzt erst einmal in die nähere Zukunft. Dort wartet am kommenden Mittwoch (21. Oktober) bereits der SC Wiedenbrück im Preußenstadion. „Das wird ein schweres Spiel für uns“, ist sich Hildmann sicher. Der Gegner aus dem Kreis Gütersloh* reist mit vier Unentschieden in Serie im Gepäck an die Hammer Straße.

Rubriklistenbild: © Jürgen Peperhowe

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