SCP gegen RWE

„Ein besonderes Spiel“: Preußen Münster vor dem 75. West-Schlager

Preußen Münster gegen Rot-Weiß Essen – das bedeutet: Viel Tradition, große Rivalität und ein gemeinsames Ziel. Dennoch wird bei beiden Teams die Vorfreude ein wenig getrübt.

Münster – Dass sie bei Preußen Münster sportlich gesehen meist kleinere Brötchen backen als ihre Konkurrenten im Münsterland – damit hat man sich an der Hammer Straße schon länger abgefunden. Während am Samstag (17. Oktober) in Ostwestfalen das Topspiel der Bundesliga zwischen Arminia Bielefeld und dem FC Bayern München steigt*, geht es wenige Stunden vorher im Ruhrpott hoch her.

An der Hafenstraße stehen sich Preußen Münster und Rot-Weiß Essen gegenüber. Zum 75. Mal treffen beide Traditionsvereine gegenüber. Das letzte Duell gab es vor zehn Jahren im Preußenstadion. Damals gewann der SCP mit 4:0 – lange Zeit ist‘s her. Umso größer ist auf beiden Seiten die Vorfreude auf das Topspiel der Regionalliga am Samstag (Anstoß: 14 Uhr).

VereinPreußen Münster
StadionPreußenstadion
TrainerSascha Hildmann

Preußen Münster gegen Rot-Weiß Essen: Nur 300 Fans im Stadion

Einer, der um die Bedeutung des Spiels weiß, ist Simon Scherder. „Als ich damals in der C-Jugend zu Preußen Münster gekommen bin, hat man uns schon erklärt, wer die meistgehassten Gegner sind. Da gehörte auch Essen zu“, so der 27-Jährige, der diese Saison bereits dreimal in der Regionalliga getroffen hat. Auch Trainer Sascha Hildmann konnte seine Vorfreude kaum verbergen: „Essen ist etwas Besonderes; für uns, für die Fans. Sie haben eine sehr robuste Mannschaft, dazu sind sie der selbsternannte Aufstiegsfavorit. Wir wissen um die Schwere der Aufgabe.“

Sowohl in der Domstadt, als auch im Ruhrgebiet wird die Vorfreude auf das Spiel jedoch durch den Gedanken an die Atmosphäre im Essener Stadion getrübt, die beide Teams erwartet. Aufgrund der steigenden Coronavirus-Zahlen in NRW dürfen nur 300 auserwählte Fans den Klassiker Preußen Münster gegen Rot-Weiß Essen besuchen. „Es ist natürlich schade, dass nur so wenige Fans mit dabei sein dürfen. Ich hätte dieses Spiel gerne mit Zuschauern erlebt“, sagte Sascha Hildmann. Ähnlich ergeht es seinem Gegenüber.

Nur 300 Fans werden zum Spitzenspiel gegen Preußen Münster im Stadion an der Hafenstraße kommen.

Rot-Weiß Essen hat viel Respekt vor Preußen Münster

„Die Unterstützung wird uns gegen Münster an allen Ecken und Enden fehlen, aber wir müssen und werden die Situation so annehmen, wie sie ist“, betonte RWE-Trainer Christian Neidhart vor dem Topspiel. Der Coach des Tabellenzweiten zeigt sich von der bisherigen Leistung von Preußen Münster in der Regionalliga nicht überrascht. „In Münster wurde aus meiner Sicht nach dem Abstieg aus der 3. Liga mit Sinn und Verstand eine Top-Mannschaft für die Regionalliga zusammengestellt. Das sieht man ja jetzt auch an den Ergebnissen.“

Einer dieser Neuzugänge ist der zuvor vereinslose William Møller, der Preußen Münster im Sturm verstärken soll. Da der Däne seit Beginn des Jahres jedoch keinen Profisport betrieben hat, wird er gegen Rot-Weiß Essen genauso fehlen wie Jules Schwadorf, der weiter wegen muskulärer Problemen ausfällt. Ansonsten kann Sascha Hildmann auf alle Spieler zurückgreifen. Die Elf, die sich am Stadion an der Hafenstraße dem Tabellenzweiten stellen wird, soll mit „Härte und Robustheit dagegenhalten“, so der Coach.

Rubriklistenbild: © Sohrab Dabir/msl24.de

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