0:2 in Oberhausen

Erneute Pleite: Preußen Münster nähert sich dem Mittelmaß

Vier Spiele ohne Sieg: Seit Wochen geht es für Preußen Münster sportlich bergab. Beim 0:2 in Oberhausen wurde ausgerechnet der Debütant zur tragischen Figur.

Oberhausen/Münster – Preußen Münster steckt in der sportlichen Krise: Seit mittlerweile vier Spielen ist dem Team von Trainer Sascha Hildmann kein Sieg mehr in der Regionalliga geglückt. Am dritten Advent gab‘s für den SCP den nächsten Dämpfer beim 0:2 in Oberhausen.

Nach der vergangenen Pleite gegen Gladbach II hatte Sascha Hildmann vor dem Spiel von Preußen Münster bei RWO mehr Durchschlagskraft im gegnerischen Strafraum gefordert. Doch allzu viele Möglichkeiten, es gegen die Elf von Mike Terranova besser zu machen, ergaben sich für die Adler nicht. Viel zu selten kam der Drittligaabsteiger in die Situation, ein Tor zu erzielen. Besser machte es indes der Gegner aus dem Revier.

VereinPreußen Münster
StadionPreußenstadion
TrainerSascha Hildmann

Preußen Münster: Debütant Roshon van Eijma sieht Rot

Nach einer torlosen ersten Hälfte gab‘s den Schock für Preußen Münster zehn Minuten nach Wiederanpfiff. Nach einem katastrophalen Rückpass von Dominik Klann war RWO-Angreifer Shaibou Oubeyapwa auf dem Weg zum Tor und musste von Roshon van Eijma per Foul gestoppt werden. Dafür gab es für den 22-jährigen Innenverteidiger die Rote Karte.

„Ausgerechnet van Eijma“, möchte man sagen. Der Neuzugang von Roda Kerkrade feierte am Sonntag gegen Rot-Weiß Oberhausen sein Debüt, nachdem er in den Wochen zuvor durch gute Trainingsleistungen auf sich aufmerksam gemacht hatte. „Jetzt wollen wir ihn unter Wettkampfbedingungen sehen“, hatte Sascha Hildmann vor dem Spiel am Niederrhein gesagt. Besonders bitter für den Rotsünder: Kurz zuvor hatte er einen Eckball von Marcel Hoffmeier noch an die Latte geköpft und verpasste dadurch knapp die Führung für Preußen Münster.

Preußen Münster: Nur ein Punkt aus vier Spielen

Mit der Roten Karte war Sascha Hildmann nach der Partie überhaupt nicht zufrieden. „Wir hatten gute Chancen, die Mannschaft war engagiert. Dann gibt’s eine fragwürdige rote Karte. Dann kommt alles zusammen“, so der Coach. Fragwürdig war die Entscheidung des Schiedsrichters aus Sicht von Preußen Münster, weil Innenverteidiger Simon Scherder sich noch hinter van Eijma befand und den RWO-Stürmer auf dem Weg zum Strafraum noch hätte aufhalten können.

In Unterzahl hatte Preußen Münster dem Gastgeber nicht mehr viel entgegenzusetzen. Nach einer feinen Kombination vollstreckte Raphael Steinmetz zum 1:0 für Rot-Weiß Oberhausen. Den Todesstoß setzte Tanju Öztürk nur fünf Minuten später per Kopf. „Das war heute ein Spiel auf Augenhöhe mit Chancen auf beiden Seiten. In Durchgang zwei ist die Partie mit der roten Karte gekippt. Da hätten wir länger die Null halten müssen, dann wäre vielleicht mehr möglich gewesen“, befand Kapitän Julian Schauerte nach dem Spiel.

Seit vier Spielen kein Sieg: Bei Preußen Münster herrscht derzeit Frust.

Auch Trainer Sascha Hildmann konnte seinem Team in puncto Einsatz keinen Vorwurf machen. Dennoch schlägt nur ein Punkt aus vier Partien für Preußen Münster zu Buche. Der SCP bewegt sich immer weiter in Richtung Regionalliga-Mittelmaß. Viel Zeit zum Trübsal blasen gibt‘s jedoch nicht. Bereits am Mittwoch (16. Dezember) kommt Alemannia Aachen ins Preußenstadion. „Kopf in den Wind und weitermachen“, lautete demnach die Devise des Coaches nach dem Spiel am Sonntag.

Rubriklistenbild: © Jürgen Peperhowe/WN

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