Regionalliga West

Vom Ersten geht’s zum Letzten: Wieso SC Preußen vor Ahlen dennoch gewarnt ist

Preußen Münster im Spiel gegen RW Ahlen.
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Das Hinspiel gegen Ahlen war für den SCP ein hartes Stück Arbeit.

Nach dem Spitzenspiel gegen Dortmund reist Preußen Münster am Samstag zum Tabellenletzten. Der Trainer der Ahlener zeigt sich vor der Partie unbeeindruckt von der Serie des SCP.

Münster – Unterschiedlicher könnte die Ausgangslage nicht sein: Während der SC Preußen Münster noch vor wenigen Tagen auf den Spitzenreiter aus Dortmund im heimischen Preußenstadion traf, geht es wenige Tage später tabellarisch ans andere Ende. Am Samstag (10. April) wartet Rot-Weiß Ahlen auf die Adler.

Nach dem starken Auftritt von Preußen Münster gegen den BVB sicher ein Selbstläufer? Mitnichten, wie Sascha Hildmann einen Tag vor dem Nachbarschaftsduell betont. „Das wird ein ganz schweres Spiel. Ahlen wehrt sich mit allen Mitteln gegen den Abstieg und wird alles daran setzen, uns wehzutun.“ Dass die Partie im Wersestadion vermutlich kein Zuckerschlecken wird, zeigen die vergangenen Ergebnisse der Rot-Weißen gegen die Top-Teams der Regionalliga.

FußballvereinPreußen Münster
TrainerSascha Hildmann
Gründung30. April 1906

Preußen Münster: Sascha Hildmann will gegen Ahlen rotieren

Im eigenen Stadion triumphierte Ahlen am 26. Spieltag gegen SCP-Konkurrent Rot-Weiß Essen (2:1), und auch gegen Spitzenreiter konnte das Team von Andreas Zimmermann beim 1:1 zählbares mitnehmen. Die Hildmann-Elf ist also gewarnt. Ein Blick zurück auf das Hinspiel, das Preußen Münster erst kurz vor Schluss für sich entschied, sollte zudem jeglichen Leichtsinn eliminieren. „Das ist ein kampfstarker Gegner, der unser Spiel wird unterbinden wollen“, weiß der Coach des Tabellendritten.

Vor dem Duell beim RWA kündigte Sascha Hildmann an, den Kader am Samstag an einigen Stellen umstellen zu wollen. Die Englischen Wochen zollen bei den Kickern von Preußen Münster ihren Tribut. „Wir haben vorhin in der Kabine noch viel diskutiert und ich glaube, wir sollten rotieren. Eine gewisse Müdigkeit ist doch vorhanden“, erklärt der Trainer. Darüber hinaus verfolge er das Ziel, für die Gegner stets unvorhersehbar zu sein – sei es durch Systemumstellungen oder Änderungen in der Startelf. „Und in einer guten Phase, in der zusätzlich alle Jungs fit sind, kannst du verschiedene Dinge auch ausprobieren.“

Ahlens Trainer versteht Hype um Preußen Münster nicht

Viel ausprobieren wird der Gegner aus dem östlichen Münsterland indes nicht. Für Ahlen geht es nur noch ums nackte Überleben. Sieben Punkte ist das rettende Ufer derzeit entfernt – möglich ist der Klassenerhalt noch allemal. Vor dem Duell im Wersestadion (Anstoß: 14 Uhr) zeigte sich der RWA-Coach derweil ziemlich unbeeindruckt vom derzeitigen Lauf des SC Preußen Münster, der keines der bisherigen Rückrundenspiele verloren hat.

„Ich höre immer, wie beeindruckend das sein soll, dass sie 14 Spiele in Folge nicht verloren haben. Den Hype kann ich nicht verstehen. Das muss selbstverständlich sein für die Preußen“, kommentiert Andreas Zimmermann gegenüber der Ahlener Zeitung die Lobeshymnen, die Preußen Münster für seine Serie von 14 Spielen ohne Niederlage erfährt. Ob der „Hype“ nun berechtigt ist oder nicht – am Samstag will Sascha Hildmann mit seinem Team den 15. Streich in Folge feiern.

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