Preußen gegen Wiedenbrück

„Finde die Entscheidung nicht gut“: Hildmann bedauert Frenkerts Wechsel vor Westfalen-Duell

Sascha Hildmann, Trainer von Preußen Münster, im Heimspiel gegen Rot-Weiß Essen.
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Sascha Hildmann hätte Lukas Frenkert gerne in Münster behalten.

Vor dem Spiel in Wiedenbrück musste Preußen Münster einen Abgang vermelden: Lukas Frenkert wird kommende Saison auf Schalke spielen. Derweil ist ein SCP-Profi gegen Wiedenbrück auf Revanche gesinnt.

Münster – Die Englische Woche fiel für den SCP ins Wasser: Aufgrund des Regenfalls musste Preußen Münster seine Partie gegen Straelen erneut absagen. Eine Entscheidung, die Sascha Hildmann im Nachhinein als „absolut notwendig“ erachtet. „Damit hätten wir dem Platz den Rest gegeben“, so der Coach. Eine andere Entscheidung missfiel ihm jedoch.

Wie der Verein am Freitag (19. März) bekannt gab, verlässt Abwehrtalent Lukas Frenkert die Adler im Sommer und schließt sich der Knappenschmiede des FC Schalke 04 an. „Wir haben um Lukas gekämpft und ihm seine Perspektive bei Preußen Münster aufgezeigt. Am Ende hat er sich aber dafür entschieden, einen neuen Weg einzuschlagen“, kommentierte SCP-Sportdirektor Peter Niemeyer den Wechsel des Eigengewächses.

VereinPreußen Münster
StadionPreußenstadion
TrainerSascha Hildmann

Lukas Frenkert verlässt Preußen Münster: SCP wollte sein Talent halten

Die Entscheidung trifft den Regionalligisten hart. Lukas Frenkert durchlief in den vergangenen sieben Jahren mehrere Jugendabteilungen von Preußen Münster und galt als wichtiger Baustein des zukünftigen SCP-Kaders. Der Verein wollte sein Talent mit allen Mitteln halten, doch der Spieler sucht eine neue Herausforderung. „Ich finde die Entscheidung nicht gut, wir hätten ihn gerne behalten. Aber das ist seine Entscheidung“, sagte Sascha Hildmann über den bevorstehenden Verlusts seines Abwehrspielers.

In den vergangenen Wochen hatte der 20-Jährige nochmal einen weiteren Sprung nach vorne gemacht. Nachdem er es bereits in den SCP-Kader geschafft und Niklas Heidemann auf die Bank verdrängt hatte, gelang ihm vor wenigen Wochen der Siegtreffer beim 3:2 von Preußen Münster gegen die U23 des 1. FC Köln. Das Thema wollte Sascha Hildmann am Freitag dann auch schnell wieder abhaken – denn das nächste Pflichtspiel steht bevor.

Preußen Münster will Serie in Wiedenbrück ausbauen

Der Tabellendritte der Regionalliga West reist am Samstag (20. März) nach Ostwestfalen zum SC Wiedenbrück. An den dreckigen Heimsieg von Preußen Münster in der Hinrunde kann sich der Coach noch gut erinnern. „War ein hartes Stück Arbeit“, blickte er am Tag vor dem Westfalen-Duell zurück. Gegen den Zwölften der Tabelle soll der Trend der vergangenen Wochen selbstverständlich fortgesetzt werden.

Im Jahr 2021 ist Preußen Münster bislang ungeschlagen. Dass der Gegner immer für eine Überraschung gut ist, bewies er jedoch in den vergangenen Wochen mehrmals. Gegen die Top-Teams aus Dortmund und Essen gab es jeweils ein Unentschieden – zuletzt konnte das Team von Trainer Daniel Brinkmann gar einen Auswärtssieg bei Fortuna Köln einfahren. Eine Rechnung mit den Ostwestfalen hat derweil Max Schulze Niehues noch offen: Vor acht Jahren – beim letzten Aufeinandertreffen im Jahnstadion – stolperte der SCP gegen den SC Wiedenbrück und verpasste dadurch den Einzug ins Finale des Westfalen-Pokals. Für den Torwart nach dem Drittliga-Abstieg „die bitterste Zeit meiner Karriere“. Am Samstag (Anstoß: 14 Uhr) kann er ein wenig Vergangenheitsbewältigung leisten.

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