3:0 gegen SC Verl

„Was für eine geile Truppe“: Preußen feiern Finaleinzug nach starker Leistung

Preußen Münster im Heimspiel gegen Rot-Weiß Essen.
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Auch im Pokalfinale will der SC Preußen wieder jubeln.

Fangesänge, die den Einzug ins Pokalfinale feiern, gab es zwar nicht. Dennoch gab es bei Preußen Münster nach dem 3:0 beim SC Verl nur strahlende Gesichter.

Verl/Münster – Dass das Spiel keins wie jedes andere war, merkte Sascha Hildmann schon bei der Anreise in die Sportclub Arena nach Verl. „Im Bus war Totenstille. Es herrsche eine Anspannung, wie ich sie selten erlebt habe“, sagte der Trainer von Preußen Münster nach dem Spiel, das jubelnde Gäste aus Westfalen zurückließ.

Mit 3:0 gewann der SCP deutlich das Halbfinale des Westfalenpokals gegen den Drittligisten SC Verl und zieht somit ins Finale ein, das am 29. Mai im Rahmen des Finaltags der Amateure ausgetragen wird. Dort wartet auf Preußen Münster mit den Sportfreunden Lotte ein alter Bekannter aus der Regionalliga.

VereinPreußen Münster
Gegründet30. April 1906
TrainerSascha Hildmann

Preußen Münster freut sich auf „ein tolles Erlebnis“

Auch wenn das Ticket für den DFB-Pokal, das der Sieger des Westfalenpokals bekommt, für den SC Preußen Münster bereits gebucht war – ein Finale zu Spielen ist für jeden Fußballer ein Traum. „Das wird ein tolles Erlebnis“, war sich Simon Scherder nach dem Schlusspfiff in Verl sicher. Dass es für den Finaleinzug gereicht hat, war auch der starken Leistung zu verdanken, die der Regionalligist am Mittwoch hingelegt hat.

Wie wichtig die Partie für die Adler war, war schon an der Aufstellung von Sascha Hildmann zu sehen. Der Trainer verzichtete auf große Rotation und schickte seine beste Elf aufs Feld. Und die wollte es wissen: Nach 22 Minuten brachte Alexander Langlitz Preußen Münster in Führung. Nur fünf Minuten später erhöhte Stürmer Gerrit Wegkamp auf 2:0. Zwar hatte Verl mehr Spielanteile, „sie konnten mit dem Ballbesitz aber nicht viel anfangen“, resümierte Simon Scherder nach dem Spiel, bei dem Niklas Heidemann in der Nachspielzeit den Deckel draufmachte.

Preußen Münster im Finale: Holtby schickt Kampfansage nach Lotte

Vor allem die erste Hälfte imponierte dem Trainer. „Ich bin stolz auf die Mannschaft, mit welchem Mut und Engagement sie das Spiel bestritten hat“, sagte ein glücklicher Sascha Hildmann. Stolz war auch Joshua Holtby, der seinen Einsatz mit einer starken Leistung belohnte. „Man hat schon die vielen Wochen davor gesehen, was für eine geile Truppe wir haben. Es macht richtig Bock, in so einer Mannschaft zu spielen“, sagte Holtby über den Teamgeist bei Preußen Münster, mit dem große Ziele wie ein Finaleinzug machbar werden.

Vor allem konnte sich Preußen Münster auch für die schlechte Leistung zuletzt in der Liga rehabilitieren. Gegen Wegberg-Beek kassierte der SCP diese erste Niederlage in diesem Jahr. „So etwas kann passieren. Das heute war die absolut richtige Reaktion. Das war das wahre Gesicht der Mannschaft“, betonte Joshua Holtby, der nun ein großes Ziel vor Augen hat: Endlich einen Pokal in die Höhe zu recken. „Ich habe noch nie einen Pokal gewonnen. Ich habe auch keinen Bock, dass jemand anderes den Pokal in den Händen hält“, schickte er bereits eine Kampfansage nach Lotte.

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