2:1 gegen Wiedenbrück

„Dreckig gewonnen“: SCP bleibt im Preußenstadion eine Macht

Es war kein schönes Spiel, am Ende wanderten dennoch drei wichtige Punkte auf das Konto. Mit 2:1 bezwang Preußen Münster den SC Wiedenbrück. Der Trainer machte sich nach dem Spiel langfristige Sorgen um sein Aussehen.

Münster – Vier Heimspiele, vier Siege: Die Bilanz des SC Preußen Münster im heimischen Preußenstadion ist in dieser Regionalliga-Saison bislang makellos. Daran konnte auch der Gast aus Wiedenbrück am Mittwoch (21. Oktober) nichts ändern. Mit 2:1 bezwang die Elf von Trainer Sascha Hildmann den Aufsteiger.

Von der bitteren 0:1-Niederlage von Preußen Münster in Essen, die den Coach noch einige danach Tage beschäftigt hatte, hat sich der Drittligaabsteiger somit gut erholt. „Wir haben heute sehr dreckig gewonnen“, lautete das Fazit von Dennis Daube nach den anstrengenden 90 Minuten gegen einen offensiv agierenden Gegner. Über das „Wie“ spricht an diesem Tag jedoch vermutlich keiner mehr beim SCP.

VereinPreußen Münster
StadionPreußenstadion
Trainer Sascha Hildmann

Preußen Münster: Joshua Holtby trifft aus der Distanz

Kapitän Julian Schauerte eröffnete nach 21 Minuten den Torreigen, als er einen Abstimmungsfehler zwischen David Hüsing und SCW-Torwart Marcel Hölscher eiskalt ausnutzte. „Ich hätte gegen Köln und Essen auch schon Tore machen können. Hier habe ich ein wenig spekuliert. Vielleicht brauchte ich so ein Ding, damit der Knoten platzt“, analysierte der Torschütze sein drittes Saisontor für Preußen Münster.

Nach dem ansehnlichen Distanztreffer von Neuzugang Joshua Holtby (25.) verlor Preußen Münster jedoch vor 1997 Zuschauern im Preußenstadion seine Linie und ließ den Gegner aus Ostwestfalen zurück ins Spiel kommen. „Danach haben wir uns das Leben etwas schwer gemacht. Wir waren zu ungenau im Passspiel“, befand Sascha Hildmann.

Joshua Holtby (l.) und Niklas Heidemann feiern das 2:0 von Preußen Münster gegen den SC Wiedenbrück.

Preußen Münster: Sascha Hildmanns Sorge vor grauen Haaren

Dem SC Wiedenbrück gelang noch vor der Pause der Anschluss zum 2:1. „So ein Ergebnis ist immer gefährlich“, wusste der Coach bereits beim Gang in die Kabine. Preußen Münster versäumte es im zweiten Durchgang in Überzahl – Viktor Maier sah nach einer versuchten Tätlichkeit Rot – den Sack zuzumachen und musste bis zum Schluss zittern. Sehr zum Leidwesen von Sascha Hildmann. „So kriege ich immer mehr graue Haare und eine hohe Stirn. Das ist schon anstrengend für den Trainer“, sagte er nach dem Spiel schmunzelnd.

Der Sieg war nach dem verlorenen Spiel gegen Rot-Weiß Essen umso wichtiger für den Tabellenvierten. „Jetzt sind wir wieder da und freuen uns, dass wir am Samstag nach Bonn fahren können“, so Sascha Hildmann. Dort trifft Preußen Münster am kommenden Samstag (24. Oktober) auf den Bonner SC, der am Mittwoch eine herbe 1:4-Klatsche gegen Fortuna Köln kassierte.

Rubriklistenbild: © Jürgen Peperhowe/WN

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