SCP im Tabellenkeller

"Es ist kurz vor 12": Preußen schlagen nach peinlicher Vorstellung Alarm

Preussen Muenster steht nach einer desolaten Leistung gegen FCB II im Tabellenkeller. 
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Preußen Münster steht nach einer desolaten Leistung gegen FCB II im Tabellenkeller. 

Es war eine katastrophale Leistung der Preußen: Mit 1:4 ließ sich Münster im eigenen Stadion von der FCB-Reserve abschlachten. Der SCP steckt im Tabellenkeller – und der Druck auf den Trainer wächst.

  • Erneute Pleite für Preußen Münster
  • SCP im Tabellenkeller
  • Spieler schlagen Alarm

Münster – Derartig bittere 90 Minuten hatte sich im Vorfeld der Partie gegen den FC Bayern II keiner beim SC Preußen vorstellen können. Die Adlerträger zeigten beim 1:4 gegen die Reserve des Deutschen Rekordmeisters eine indiskutable Leistung. Nach dem Spiel wurde daher auch Tacheles geredet.

"Keiner hat heute seine Leistung gebracht. In der Pause hätten wir elf Mann auswechseln können", wütete Sportdirektor Malte Metzelder nach der peinlichen Vorstellung. "Mir fehlen die Worte. So kann man gegen keinen Gegner in der 3. Liga spielen", zeigte sich indes Ex-Kapitän Simon Scherder schockiert. Die Alarmglocken schrillen bei Preußen Münster – der SCP steht am Abgrund.

Fehlt es Preußen Münster an Qualität?

Eine Erklärung für solch einen desolaten Auftritt hatte beim SC Preußen keiner so wirklich. In Münster scheint es ein Qualitätsproblem zu geben. Dass die Mannschaft gute Spiele abliefern kann, bewies sie in der Woche zuvor in Halle (2:2) sowie beim 3:2-Spektakel gegen den FCK. "Aber uns fehlt die nötige Konstanz - und damit auch Qualität", stellte Hübscher fest.

Dem SCP steht eine ungemütliche Saison bevor. Den Fragen nach den richtigen Einkäufen im vergangenen Sommer wird Metzelder sich unweigerlich stellen müssen, sollte eine Leistungssteigerung ausbleiben. Wenn die Ergebnisse nicht besser werden, könnte auch schon bald der Stuhl des Trainers wackeln. In diversen Fanforen werden bereits Rufe nach Marco Antwerpen laut. Der Ex-Coach von Preußen Münster war zuletzt beim FCK im Gespräch.

"Genug geredet": Preußen Münster muss liefern

Die Zeit der Sprüche sind jedoch erst einmal vorbei. "Geredet haben wir genug. Es ist kurz vor 12", schlägt Preußen-Kapitän Julian Schauerte Alarm. In Unterhaching am kommenden Samstag (5. Oktober) steht Münster gewaltig unter Druck. Viel mehr solcher Auftritte wie am vergangenen Samstag kann sich der Verein nicht mehr erlauben. Gegen Unterhaching fordert der Trainer von Preußen Münster einen anderen Auftritt.

Hohe Wellen schlug in den vergangenen Wochen auch der Fall um einen verletzten Balljungen. Dieser wurde nach dem Heimspiel gegen den KSC von einem Polizisten geschlagen. Nachdem das Verfahren eingestellt wurde, kritisierte die Fanhilfe von Preußen Münster die Staatsanwaltschaft nun scharf

Am 29. Spieltag geht's für die Adler nach Giesing. Bei der Reserve des FC Bayern will Preußen Münster nachlegen und die Pleite vom Hinspiel wieder gutmachen.

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