3. Liga

Sieg im Abstiegskrimi: Preußen Münster bewahrt sich letzte Chance

Sichtlich erleichtert gratulieren die Mannschaftskameraden Heinz Mörschel nach dem Abpfiff zu zwei Toren. 
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Sichtlich erleichtert gratulieren die Mannschaftskameraden Heinz Mörschel nach dem Abpfiff zu zwei Toren. 

Im Duell gegen den direkten Konkurrenten FSV Zwickau konnte Preußen Münster mentale Stärke beweisen: Nach einem Rückstand schaffte der SCP es, das Spiel herumzudrehen – wenn auch in letzter Sekunde. 

  • Preußen Münster kämpft derzeit um den Verbleib in der 3. Liga. 
  • Im Kellerduell gegen den FSV Zwickau bewies der SCP Stärke.
  • Stürmer Heinz Mörschel traf gleich zwei Mal. 

Münster – Vier Spiele lang schaffte der SCP es nicht, den Ball ins Tor zu befördern. Die Formkrise von Preußen Münster kam damit zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, denn der Abstiegskampf ist in vollem Gange. Doch am 35. Spieltag konnten die Adlerträger den Fluch brechen – und besiegte den FSV Zwickau

Verein

Preußen Münster

Spielstätte

Preußenstadion

Trainer

Sascha Hildmann

Kapazität 

14.300

Liga

3. Liga

35. Spieltag: Erste Halbzeit des SCP gegen Zwickau verläuft ereignislos

Im Spiel gegen den direkten Abstiegskonkurrenten FSV Zwickau ging es für den SCP um alles. Die Partie fand im heimischen Preußenstadion statt. Die dritte Liga wird seit dem Re-Start im Schnellverfahren beendet: Pro Woche müssen die Mannschaften zwei Spieltage bestreiten. Die Doppelbelastung wirkt sich auch auf die Leistung vieler Spieler aus. Trainer Sascha Hildmann rotierte jedoch kaum und blieb mit einer Ausnahme seiner Aufstellung vom Spiel des SCP gegen Braunschweig treu. 

Nachdem die erste Halbzeit eher hektisch und ohne viele Torchancen auf beiden Seiten verlief, gelang dem FSV Zwickau in der 61. Minute dann der Führungstreffer. Doch Preußen Münster ließ sich davon nicht beeindrucken. Die Mannschaft spielte weiter konsequent nach vorne und schaffte so den Ausgleich (Mörschel '78). 

Preußen Münster bewahrt sich letzte Chance im Abstiegskampf – Mörschel trifft doppelt

Buchstäblich in letzter Sekunde schaffte Preußen Münster es noch, das Spiel herumzudrehen und für sich zu entscheiden. Nach einem Foulspiel gab es in der 95. Minute einen Elfmeter für den SCP – den Heinz Mörschel zielsicher versenkte. Der Stürmer sagte nach dem Spiel gegen Zwickau: "Ich war mir sicher, dass ich den reinmache. Deswegen habe ich mir nicht viele Gedanken gemacht." 

Auch SCP-Trainer Sascha Hildmann war mit der Leistung seiner Jungs sichtlich zufrieden: "Wir wollten diesen Sieg und die Mannschaft hat sehr viel Leidenschaft an den Tag gelegt, trotz dieser Hitze. Man hat sich endlich mal belohnt." Und weiter: "Wenn es einen Fußballgott gibt, war er heute Münsteraner. Beim Elfmeter konnte ich nicht hingucken. Endlich mal Big Points, die wir geholt haben." 

Heinz Mörschel sorgte mit zwei Toren für den wichtigen Sieg gegen Zwickau. 

SCP fehlen noch zwei Punkte – nächster Gegner ist Mannheim

Damit kletterten die Adlerträger einen Platz nach oben und befinden sich mit 38 Punkten auf Tabellenplatz 17. Es fehlen nur noch zwei Punkte zu den Nicht-Abstiegsplätzen. Auf Platz 16 ist derzeit der Chemnitzer FC, gegen den Preußen Münster zuvor durch ein tragisches Eigentor verloren hatte

Drei Spiele stehen nun noch aus. Zunächst geht es für den SCP am Samstag nach Mannheim (Anstoß: 14 Uhr). Der Druck wird jedoch nicht weniger: Auch dann geht es wieder um alles oder nichts. 

Politiker sprechen davon, in der kommenden Saison die Fußballstadien wieder zu füllen. Ob das jedoch möglich ist, bleibt abzuwarten. 

Vor dem Spiel gegen Meppen versucht der Trainer von Preußen Münster Druck vom Team zu nehmen. Aufgeregt ist Sascha Hildmann dennoch.

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