4:0-Sieg

Souverän in Lippstadt: Umgebaute Preußen-Elf lässt nichts anbrennen

Obwohl Preußen Münster in dieser Formation bislang noch nicht gespielt hatte, legte der Regionalligist beim SV Lippstadt einen blitzsauberen Auftritt hin. Nur bei den heimischen Fans gab‘s zwischenzeitlich Ärger.

Lippstadt/Münster – Neue Besen kehren gut – in einer aufgrund einiger Verletzungen neu zusammengestellten SCP-Elf gelang dem Team von Trainer Sascha Hildmann der achte Saisonsieg in der Regionalliga. Für zwei von ihnen war es gar der erste Profi-Einsatz überhaupt.

Marko Dedovic ersetzte Stammtorwart Max Schulze Niehues, der aufgrund eines Magen-Darm-Infekts gegen den Tabellen-16. passen musste. „Ich habe den Jungs vor dem Anpfiff gesagt, wir müssen heute für Dedo (Marko Dedovic) und Nadi (Naod Mekonnen) spielen“, erklärte Doppeltorschütze Alexander Langlitz nach der Partie. Neben dem jungen Keeper durfte auch der junge Stürmer in seiner zweiten Saison für Preußen Münster erstmals von Beginn an auflaufen.

VereinPreußen Münster
StadionPreußenstadion
TrainerSascha Hildmann

Preußen Münster: Osman Atilgan trifft gegen Lippstadt

Und die jungen SCP-Akteure legten vor allem im ersten Durchgang einen souveränen Auftritt hin. Nachdem Osman Atilgan sich beim vergangenen Sieg von Preußen Münster noch einen Rüffel des Trainers abholen durfte, gab es am Samstag (14. November) nichts zu kritisieren. Der 21-Jährige eröffnete bereits nach acht Minuten den Torreigen für die Gäste. „Mit der ersten Chance das erste Tor zu erzielen war sehr wichtig“, lobte Sascha Hildmann die Effizienz vor dem gegnerischen Tor.

Dass der SV Lippstadt nach dem 0:2-Rückstand in der zweiten Hälfte zurückkommen würde, war für den Trainer nicht überraschend. Umso erfreulicher zeigte er sich nach dem Spiel, dass seine junge Truppe dem Druck Stand hielt. „Wir mussten viel rotieren und da muss ich den Jungs ein Kompliment machen. Als wir in der zweiten Hälfte mit 2:0 geführt hatten war klar, dass der Gegner nochmal kommen würde. Diese Viertelstunde musst du überstehen.“ Vielmehr legte Preußen Münster in der Endphase der Partie noch einen drauf.

Ärger bei Fans von Preußen Münster während Live-Übertragung

Joel Grodowski gelang der dritte Saisontreffer und erklärte im Nachhinein seinen etwas missglückten Torjubel. „Ich wollte einfach rutschen, aber ich glaube der Platz war ein bisschen trocken. Da hab ich mich lang gelegt – aber das ist eigentlich scheiß egal“, sagte er so trocken wie der Lippstädter Rasen an diesem Tag war. Über seinen ersten Doppelpack nach neun Jahren freute sich indes Preußen Münsters Alexander Langlitz. „4:0 gewonnen, zwei Tore gemacht – schöner geht‘s fast nicht“, so der 29-Jährige.

Schöner hätte es jedoch für einige Fans von Preußen Münster laufen können. Da sie aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht ins Stadion am Bruchbaum fahren konnten, mussten sie auf den kostenpflichtigen Stream von „soccerwatch“ zugreifen, der die Spiele des SCP jede Woche überträgt. Doch dieser hatte an diesem Wochenende so seine Probleme, weswegen einige Anhänger in die Röhre guckten. „Leider scheint es vor Ort technische Probleme zu geben. Wir sind dabei den Sachverhalt zu klären. Am Montag gibt es dazu eine Rückmeldung“, ließen die Betreiber seine enttäuschten Kunden wissen.

Rubriklistenbild: © Jürgen Peperhowe/WN

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