Preußen Münster

Mit Rumpftruppe nach Lippstadt: SCP trifft auf angeschlagenen Boxer

Alarmstufe Dunkelgelb bei Preußen Münster: Nicht aus sportlicher, sondern vielmehr aus personeller Sicht. Denn gegen den SV Lippstadt stellt sich das Team von Sascha Hildmann fast von alleine auf.

Münster – So langsam wird es eng für Sascha Hildmann – ein Spieler nach dem anderen bricht dem Coach des SC Preußen Münster für das anstehende Auswärtsspiel beim SV Lippstadt (Samstag, 14 Uhr) weg. Neben Dennis Daube (Mittelfuß-Prellung), Joshua Holtby (muskuläre Probleme), Marcel Hoffmeier (Muskelfaserriss), Jannik Borgmann (Außenbandriss), Roshon van Eijma (Länderspielreise) und Justin Möbius (krank) fällt auch noch Stammkeeper Max Schulze Niehues aus.

Der 32-Jährige fing sich an seinem Geburtstag am vergangenen Mittwoch (11. November) einen Magen-Darm-Infekt ein und wird das Tor des Absteigers im südosten Westfalens nicht hüten können. Dafür wird Marko Dedovic sein Debüt für die Adlerträger geben, der im vergangenen Sommer den Sprung von der U23 ins Profiteam von Preußen Münster schaffte.

VereinPreußen Münster
Gründung30. April 1906
TrainerSascha Hildmann

Preußen Münster klarer Favorit gegen SV Lippstadt

„Die Mannschaft wird Marko sicherlich helfen. Er ist abseits des Platzes ein ruhiger Typ, spricht auf dem Feld aber auch viel. Er wird das gut machen“, ist sich Sascha Hildmann vor dem Spiel in Lippstadt sicher. Im 70 Kilometer entfernten Stadion am Bruchbaum trifft Preußen Münster auf einen angeschlagenen Boxer. Seit dem Sieg am ersten Spieltag gegen den VfB Homberg (2:0) konnte das Team von Trainer Felix Bechtold keine einzige Partie mehr gewinnen.

Als haushoher Favorit ist die Marschroute für den Tabellendritten daher eindeutig: „Wir wollen das Spiel gewinnen, das ist ganz klar. Wir wollen weiter oben dran bleiben und uns festbeißen. Dafür geben wird alles“, erklärt Sascha Hildmann, der sich derzeit noch mit Gedankenspielen um die richtige Aufstellung beschäftigt. Vermutlich könnte Okan Erdogan für den verletzten Marcel Hoffmeier in die Innenverteidigung befördert werden. „Das diskutieren wir im Trainerteam gerade noch“, so der Coach von Preußen Münster.

Sascha Hildmann stimmt sein Team auf die Partie gegen den SV Lippstadt ein.

Sascha Hildmann hat Spaß an der Arbeit bei Preußen Münster

Trotz der langen Sieglos-Serie des Gegners warnt Hildmann vor dem Tabellen-16.: „Wenn wir uns allein die letzte Partie gegen Fortuna Köln anschauen, gehen bei uns die Alarmglocken“, versucht der Trainer von Preußen Münster keinen Leichtsinn bei seiner Truppe aufkommen zu lassen. Vor dem Spiel beim SVL betonte der 48-Jährige zudem, wie viel Freude ihm der Job an der Hammer Straße macht.

„Mir macht die Arbeit mit den Jungs großen Spaß, da werde ich auch nicht müde, das zu betonen. Sie machen große Entwicklungsschritte und zerreißen sich in jeder Situation, ob sie 10 oder 90 Minuten spielen.“ Eine Eigenschaft, auf die der Verein stolz sein könne, so Sascha Hildmann. Welche Rolle Osman Atilgan am Samstag spielen wird, bleibt abzuwarten. Der 21-Jährige musste sich nach dem Sieg von Preußen Münster gegen Ahlen einen Rüffel vom Trainer abholen.

Rubriklistenbild: © Jürgen Peperhowe/WN

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