#06Fragen

Marco Antwerpen im Interview: Aufstieg? "Ist bei uns kein Thema."

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Auch wenn der Blick es nicht vermuten lässt: Preußen-Coach Marco Antwerpen blickt positiv in die Zukunft des SCP.

Seitdem er am Ruder sitzt, geht es für den SC Preußen Münster bergauf: Marco Antwerpen hat die Adlerträger sportlich und spielerisch stabilisiert. Im Interview mit msl24.de spricht der Coach über die Torwartfrage, Grimaldi-Nachfolger Rufat Dadashov und das ewige Aufstiegsthema.

Münster – Aufregende Wochen liegen hinter dem SC Preußen Münster. Nach dem furiosen Start in die 3. Liga, der kurzzeitig die Tabellenführung brachte, gingen die Adlerträger zuletzt zwei Mal mit leeren Händen vom Platz. In unserer Interview-Reihe #06Fragen haben wir mit SCP-Trainer Marco Antwerpen über die bisherige Saison und die Frage, wer am Samstag (14 Uhr) gegen den VfR Aalen im Tor stehen wird, gesprochen.

Herr Antwerpen, nach starkem Beginn in die Saison gab es zuletzt zwei Niederlagen am Stück. Wie bewerten Sie den Saisonstart nach den ersten sechs Spielen?

Marco Antwerpen: Wenn man sich die sechs Spiele anschaut und analysiert kommt man zu dem Ergebnis, dass wir in keinem der Spiele unterlegen waren. Von der Punkteausbeute sind es vielleicht zwei zu wenig, wo man auch mal Unentschieden hätte spielen können. Aber grundsätzlich sind wir mit den neun Punkten erstmal einverstanden und wollen darauf aufbauen.

Wo hapert es derzeit Ihrer Meinung nach noch im Spiel Ihrer Mannschaft? 

Antwerpen: Wir haben schon festgestellt, dass wir zu leicht Gegentore bekommen und dann zu oft – wie gegen Jena oder Osnabrück – auch zu schnell das zweite Tor kassieren. In der Defensive müssen wir uns also definitiv verbessern, um mehr Zu-Null-Spiele abzuliefern.

Rufat Dadashov wurde mit vielen Vorschusslorbeeren als Grimaldi-Nachfolger verpflichtet. Bislang konnte er in der 3. Liga allerdings noch nicht überzeugen. Wo liegen die Gründe?

Antwerpen: Das ist ja nichts Ungewöhnliches. Auch ein Topspieler der Regionalliga muss sich erst einmal an das neue Umfeld und das Tempo gewöhnen. Diese Zeit braucht er und bekommt er auch von uns. Gegen deutlich bessere Innenverteidiger muss er sich noch mehr behaupten und präsenter werden und die Liga einfach noch mehr annehmen.

Sah sich in der Liga zuletzt meist auf der Bank wieder: SCP-Stürmer Rufat Dadashov (l.).

Ihr Team ist mit vielen jungen Talenten gespickt. Was kann die Mannschaft langfristig erreichen?

Antwerpen: Ja, wir haben viele junge Spieler dabei, aber jetzt über langfristige Ziele zu sprechen macht für uns keinen Sinn. Wir müssen uns auf das nächste Spiel in Aalen konzentrieren und darauf, dort einen Dreier einzufahren, um uns auch über Siege kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Torwart Oliver Schnitzler im Derby gegen Osnabrück, hütete Ersatzkeeper Maximilian Schulze Niehus das Tor. Gegen den KFC zeigte er eine überzeugende Leistung. Wer wird gegen den VfR Aalen im Kasten stehen?

Antwerpen: Wer Leistung bringt, der hat auch gute Chancen weiter zu spielen. Max hat das getan, auch wenn wir vorher mit Oli Schnitzler nicht unzufrieden waren.

Bleibt er im Tor? Nach seinen guten Leistungen kann sich Maximilian Schulze Niehus berechtigte Hoffnungen machen, auch weiterhin zwischen den Pfosten zu stehen.

In Münster sehnen sich die Fans nach Erfolgen – träumen immer mal wieder vom Aufstieg. Wie präsent ist das Thema bei Ihnen als Trainer?

Antwerpen: Um vom Aufstieg zu sprechen, muss man in der Kaderplanung sehr viele Dinge sehr gut hinbekommen haben, sehr gut durchgeplant sein und mit viel Qualität auf allen Positionen doppelt besetzt sein. Von daher ist das bei uns kein Thema.

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