2:1 gegen VfB Homberg

Dritter Sieg in Folge: Simon Scherder wird zu Preußens Goalgetter

Durch Standards zum Erfolg: Preußen Münster gewinnt auch das dritte Spiel in Folge in der Regionalliga. Vor allem bei ruhenden Bällen zeigt der SCP derzeit seine Stärke.

Münster – Sascha Hildmann hätte nach dem Abpfiff eigentlich rundum zufrieden sein können. Mit dem 2:1 im Heimspiel gegen den VfB Homberg fuhr der SCP den dritten Sieg in Folge ein und schloss die englische Woche damit perfekt ab. Dennoch wollte der Trainer die Kritikpunkte nicht unerwähnt lassen.

VereinPreußen Münster
SpielstättePreußenstadion
TrainerSascha Hildmann

Preußen Münster: Sascha Hildmann kritisiert Chancenverwertung

Vor allem ärgerte sich Hildmann "maßlos" über die schwache Torausbeute, die Preußen Münster während der 90 Minuten im Preußenstadion an den Tag legte. Immer wieder ließen die Adlerträger aussichtsreiche Chancen und damit die Möglichkeit auf ein besseres Torverhältnis liegen. Daher konnte sich der SCP-Coach glücklich schätzen, dass sein Team einmal mehr seine Stärke bei Standards unter Beweis stellte.

Bereits nach sieben Minuten staubte Simon Scherder nach einer Ecke von Joshua Holtby zum 1:0 ab. Schon beim vergangenen Heimspiel traf der 27-Jährige für Preußen Münster nach einem ruhenden Ball. Mit seinem dritten Treffer avanciert der Ex-Kapitän damit zum besten Torschützen der Adlerträger und belegt Rang zwei im Liga-Ranking. Nach vier Spielen ist dies zwar noch kein aussagelräftiger Wert, unterstreicht jedoch die Bedeutung, die Scherder in diesem Jahr für den Drittliga-Absteiger haben kann.

Simon Scherder und Joel Grodowski feiern den Führungstreffer der Preußen.

Preußen Münster will noch mehr Fans ins Stadion bringen

Der weitere Spielverlauf ähnelte dem vergangenen Auftritt von Preußen Münster in Straelen. Der SCP erhöhte durch Alexander Langlitz auf 2:0, verpasste es im Anschluss jedoch nachzulegen und musste am Ende in Unterzahl (Niklas Heidemann sah die Ampelkarte) nochmal zittern. Hombergs Pascale Talarski sorgte in der Schlussphase per Elfmeter für den Anschluss, die Adler konnten den Sieg jedoch einmal mehr über die Zeit bringen.

Ein positives Fazit zog der Verein nach dem Spiel nicht nur aus sportlicher Sicht, sondern auch ob des Anblicks der Zuschauerränge im Preußenstadion: Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie fanden sich am Samstag bei Preußen Münster wieder 990 Zuschauer ein. Das hat beim SCP die Lust auf mehr geweckt. Daher forciert der Verein nun eine weitere Öffnung für seine Fans. Bis zum kommenden Heimspiel am 10. Oktober gegen die Sportfreunde Lotte will der Regionalligist nun gemeinsam mit der Stadt Münster und der NRW-Landesregierung ein Konzept entwickeln, um noch mehr Fans an die Hammer Straße zu bringen.

Rubriklistenbild: © Jürgen Peperhowe/WN

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