1:2 bei Viktoria

Bittere Pleite in Köln! Klassenerhalt wird für Preußen zum Kraftakt

Es war ein bitterer Nachmittag für Preußen Münster: Lange Zeit hatte das Team gegen Viktoria Köln den Sieg in greifbarer Nähe. Dann ging alles den Bach hinunter.

  • Preußen Münster gibt eine Führung bei Viktoria Köln aus der Hand.
  • Abstand auf Nichtabstiegsplatz auf sechs Zähler angewachsen.
  • SCP hadert mit Plaztverweis von Fridolin Wagner.

Köln/Münster – Es hätte alles so schön sein können: Der SC Preußen Münster gewinnt bei Viktoria sein drittes Spiel in Folge und macht einen großen Schritt in Richtung Nichtabstiegsränge. 77 Minuten lang sah es aus, als würde dieses Szenario eintreffen. Doch dann kam die Grätsche.

Beim Stand von 1:0 trat Preußen Münsters Fridolin Wagner seinem Gegenspieler Marcel Gottschling  von hinten die Beine weg. Der Neuzugang des SCP sah Rot – danach nahm das Unheil seinen Lauf. Viktoria Köln schlug doppelt zu und drehte das Spiel binnen weniger Minuten. Preußen Münster trat ohne Punkte die Heimreise an.

Preußen verliert nach "überflüssiger" roten Karte den Faden

Dass Fridolin Wagner seinem Team einen Bärendienst erwies, weiß er vermutlich selber. "Viktoria Köln hat das Spiel heute nicht gewonnen, wir haben es verloren", zeigte sich SCP-Trainer Sascha Hildmann verärgert über den Verlauf der Partie am Sportpark Höhenberg, der den Platzverweis seines Schützlings als "überflüssig" bewertete. Das erste Mal seit zwei Partien ließ Preußen Münster also wieder ein Gegentor zu.

Die Niederlage gegen den direkten Abstiegskonkurrenten ist für die Adler doppelt bitter: Nicht nur, dass der Abstand auf die Nichtabstiegsränge durch das Remis des Halleschen FC gegen Ingolstadt (1:1) nun auf sechs Punkte gewachsen ist – in den kommenden Spielen wird Hildmann zudem auf Wagner verzichten müssen, der zu einem wichtigen Eckpfeiler für Preußen Münster geworden ist.

Trotz bitterer Pleite: Preußen Münster überzeugte bei Viktoria Köln

Der SCP geht jedoch trotzdem mit einem positiven Gefühl aus der Pleite in Köln. Bis zu Wagners roter Karte machte das Team wieder ein starkes Spiel. Ein gutes Zeichen für die kommenden Wochen. "Unser Plan ist wieder voll aufgegangen, bis auf die letzten zehn Minuten. Daran müssen wir weiter arbeiten", so Preußen Münsters Kapitän Julian Schauerte nach Abpfiff. Daher gab es nach der Ankunft der Mannschaft in der Domstadt auch Applaus von einigen Fans, die die Mannschaft vor Ort empfingen.

Zeit, die Köpfe hängen zu lassen bleibt den Spielern jedoch nicht. Am kommenden Samstag (14. März) erwartet Preußen Münster das nächste Abstiegsduell. Der Tabellen-16. aus Halle reist ins Preußenstadion an. Ein Sieg wird für den Club nach der bitteren Pleite in Köln fast schon überlebenswichtig sein. Die Partie könnte aufgrund des Coronavirus jedoch vor leeren Rängen stattfinden.

Werden die Spiele von Preußen Münster wegen des Coronavirus nun verschoben? Der DFB zieht diese Variante den Geisterspielen wohl vor. Nicht nur Fans fragen sich nun, wie es in Zeiten von Coronavirus für Preußen Münster und die Liga weitergeht.

Nun wurde eine erste Entscheidung getroffen: Wegen des Coronavirus wird es für Preußen Münster und die 3. Liga bis Ende April keine Spiele geben.

Rubriklistenbild: © Sohrab Dabir/msl24.de

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