0:0 in Mannheim

Torflaute hält an: SC Preußen steht mit dem Rücken zur Wand

Nach dem Sieg gegen Zwickau wollte Preußen Münster bei Waldhof Mannheim nachlegen. Der SCP kam über ein 0:0 nicht hinaus. Jetzt stehen zwei Endspiele an.

  • Gegen Waldhof Mannheim kommt Preußen Münster nicht über ein 0:0 hinaus.
  • Zwei Punkte trennen den SCP vom Nichtabstiegsplatz.
  • Am Mittwoch geht es gegen den SV Meppen weiter.

Münster – Matchball Chemnitz – so würde man die derzeitige Lage im Abstiegskampf der 3. Liga zumindest im Tennis beschreiben. Der CFC und Preußen Münster kamen jeweils nicht über ein Remis hinaus, weiterhin trennen beide Teams zwei Punkte. Nun stehen die entscheidenden Spiele an.

Nachdem Preußen Münster den Abstiegskrimi gegen den FSV Zwickau im Herzschlagfinale für sich entschieden hatte, wollte das Team von Trainer Sascha Hildmann auswärts bei Waldhof Mannheim nachlegen. Den Auftritt der Adlerträger im Carl-Benz-Stadion lässt sich als couragiert und aufopferungsvoll beschreiben. Vor allem in Anbetracht der tropischen Temperaturen und der Tatsache, dass beide Teams seit Wochen ein Mammutprogramm in der 3. Liga hingelegt hatten. 

Verein

Preußen Münster

Gründung

30. April 1906

Trainer

Sascha Hildmann

Preußen Münster: Litka trifft gegen Waldhof Mannheim nur den Pfosten

Nachdem Mannheim nach Anpfiff zunächst das Heft in die Hand genommen hatte, kam auch Preußen Münster zu aussichtsreichen Chancen. Die Beste ließ Maurice Litka liegen, als er nach einem Distanzschuss nur den Pfosten traf. "Wir wollten hier heute gewinnen, hatten im 4-4-2 vor allem in der ersten Hälfte noch ein paar Probleme. Das 0:0 ist aber wohl gerecht so", sagte der 24-Jährige nach dem Spiel.

Gerecht war das Ergebnis sicherlich. Doch reicht es auch am Ende zum Klassenerhalt? In den beiden verbleibenden Spielen ist Preußen Münster zum Siegen verdammt. Einen weiteren Ausrutscher kann sich das Team nicht erlauben – sonst geht es ab nächster Saison gegen Gegner wie den TuS Haltern und den SC Verl. Erschwerend kommt für den SCP noch hinzu, dass der FSV Zwickau und Chemnitz am Mittwoch (1. Juli) aufeinandertreffen und Punkte verteilt werden.

Zwei Endspiele für Preußen Münster im Kampf um den Klassenerhalt

Sascha Hildmann spricht vor den beiden ausstehenden Partien gegen den SV Meppen (Mittwoch, 19 Uhr) und am Sonntag (4. Juli) gegen den FC Magdeburg von "zwei Endspielen". Tod oder Gladiolen lautete einst ein markanter Spruch von Luis van Gaal, dem ehemaligen Coach des FC Bayern München. Ob der Sprachgebrauch für ein Fußballspiel angemessen ist, mag diskutiert werden. Aber für Preußen Münster geht es jetzt um alles oder nichts. Rettung in letzter Sekunde oder Absturz in die sportliche Belanglosigkeit. Die Antwort darauf könnte bereits in zwei Tagen fallen.

In den zwei verbleibenden Spielen kann Preußen Münster den Abstieg noch verhindern.

Das 0:0 in Mannheim war das bislang fünfte torlose Spiel des SCP in den vergangenen sechs Spielen. Ausgerechnet in der heißen Phase des Abstiegskampfs geht Preußen Münster in der Offensive die Puste aus. Vor dem Spiel gegen Meppen versucht der Trainer von Preußen Münster Druck vom Team zu nehmen. Aufgeregt ist Sascha Hildmann dennoch.

Rubriklistenbild: © Jürgen Pepwehowe/WN

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