Unentschieden

Trotz Überzahl – Preußen Münster beißt sich an Wegberg die Zähne aus

Mit gesenktem Kopf verlassen die Spieler von Preussen Muenster den Rasen im Preussenstadion. 
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Mit gesenktem Kopf verlassen die Spieler von Preußen Münster den Rasen im Preußenstadion.

Nach sechs Heimsiegen in Folge erlitt Preußen Münster gegen Wegberg einen Dämpfer. Es gelang nur ein Unentschieden, obwohl der SCP klar im Vorteil war.

Münster – Das Unentschieden gegen den Aufsteiger muss sich für das Team von Preußen Münster wie eine Niederlage angefühlt haben. Trotz Überzahl konnte die Mannschaft von Trainer Sascha Hildmann (48) am Ende des Spieltages nur einen mageren Punkt ernten. Die Partie im Preußenstadion endete torlos. Für Aufsehen sorgte jedoch der Torwart vom FC Wegberg-Beeck.

FußballvereinPreußen Münster
StadionPreußenstadion
Trainer Sascha Hildmann

Preußen Münster gegen Wegberg-Beeck: Notbremse an Joel Grodowski hat Platzverweis zufolge

Die Kicker aus der Domstadt Münster hatten sich den 18. Spieltag in der Regionalliga West definitiv anders vorgestellt. Im heimischen Preußenstadion fiel am vergangenen Samstag (28. November) auf beiden Seiten nicht ein einziger Treffer – und das, obwohl Preußen Münster gegen Wegberg-Beeck eine knappe Stunde lang einen großen Vorteil hatte und in Überzahl spielte.

Torwart Denis Jansen hatte nach einer Notbremse an Joel Grodowski in der 35. Spielminute einen Platzverweis erhalten. Der 23-jährige Stürmer von Preußen Münster war gerade dabei den SCP in Führung zu bringen, als er plötzlich vom gegnerischen Keeper gefoult und zu Boden gerissen wurde. Schiedsrichter Exuzidis Leonidas zögerte nicht lange und zeigte dem Torhüter von Wegberg-Beeck die rote Karte.

Preußen Münster – Kapitän Julian Schauerte zum Remis: „Uns fehlten einfach die nötigen Ideen.“

Die Wegberger spielten fortan in Unterzahl. Doch machtlos waren sie deshalb noch lange nicht. Preußen Münster biss sich an der Defensive die Zähne aus. Im heimischen Preußenstadion war für die Jungs von Trainer Hildmann kaum ein Durchkommen. Dementsprechend frustriert fiel nach der Begegnung das Fazit vom SCP-Kapitän Julian Schauerte aus: „Uns fehlten einfach die nötigen Ideen. Und wenn wir doch zu einer Chance gekommen sind, haben wir sie nicht zielstrebig genug umgesetzt.“

Sascha Hildmann hatte vor dem Spiel den mahnenden Zeigefinger erhoben und seine Mannschaft vor dem Aufsteiger aus dem Kreis Heinsberg (NRW) gewarnt. Preußen Münster wollte mit aller Macht verhindern, dass gegen Wegberg-Beeck die Festung Preußenstadion bröckelt und darum setzte der Coach auf frische Impulse. Benedikt Zahn und Justin Möbius kamen zum Zug. Doch der erhoffte Erfolg blieb aus.

Preußen Münster unglücklich über Unentschieden – Ist der Frust nach dem Köln-Spiel noch nicht verflogen?

Die größte Torchance im Spiel hatte Jules Schwadorf (28). In der 42. Spielminute bekam er den vermeintlichen Treffer eigentlich auf dem Silbertablett serviert. Wegbergs Ersatz-Keeper Eric Wille hatte ihm den Ball unabsichtlich vor die Nase gespielt. Der 28-jährige Spieler von Preußen Münster traf das Leder jedoch nicht richtig und verfehlte den gegnerischen Kasten. „Ich hatte eine Riesenchance und das tut mir auch unglaublich leid für die Mannschaft, weil freier vor dem Tor kann man nicht sein“, ärgerte sich Schwadorf.

Ähnlich enttäuschte Gesichter und Blicke, wie schon nach der bitteren Pleite von Preußen Münster bei Fortuna Köln, gab es auch nach dem Unentschieden gegen Wegberg. Mit 30 Punkten auf dem Konto liegt Münster aktuell in der Tabelle der Regionalliga West auf dem vierten Rang. Schon am kommenden Samstag (5. Dezember) trifft der SCP auf die Bundesliga-Reserve aus Mönchengladbach. Um den Anschluss an die Spitze vor der Winterpause nicht zu verlieren, sollte schnellstmöglich ein Sieg her.

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