1:1 beim Wuppertaler SV

Licht und Schatten: Remberg rettet die Preußen in letzter Minute

Mit blauem Auge noch einmal davon gekommen: Preußen Münster ergatterte sich im Endspurt der Partie gegen den Wuppertaler SV einen Punkt. Der Torschütze haderte jedoch mit seiner letzten Aktion.

Wuppertal/Münster – „Ausgerechnet“, werden sich viele SCP-Fans am Mittwoch (23. September) in der 21. Minute des Spiels ihrer Preußen gegen den Wuppertaler SV gedacht haben. Ausgerechnet Marco Königs, der in der vergangenen Saison noch das Trikot mit dem Adler auf der Brust getragen hatte, traf zur Führung für die Gastgeber aus dem Bergischen Land.

Es war der Beginn der bislang wohl schwächsten Phase der bisherigen Regionalliga-Saison, die der SCP nach dem 0:1 aufs Parkett legte. Der Wuppertaler SV schnürte Preußen Münster in der eigenen Hälfte ein und versäumte es, das Ergebnis hochzuschrauben. Glück für Trainer Sascha Hildmann und seine bis dahin noch ungeschlagene Elf.

VereinPreußen Münster
StadionPreußenstadion
TrainerSascha Hildmann

Preußen Münster: Last-Minute-Ausgleich in Wuppertal

Für den anvisierten vierten Saisonsieg von Preußen Münster war es nach 45 Minuten und ein noch langer Weg. Doch der SCP kam deutlich energischer aus der Kabine heraus. Joel Grodowski hatte zweimal den Ausgleich auf dem Fuß (49./54.), scheiterte jedoch beide Male am WSV-Keeper. Hildmann reagierte daraufhin und brachte für den schwachen Gianluca Przondziono Ousman Touray, der direkt mit einem sehenswerten Distanzschuss auf sich aufmerksam machte.

Dem Drittliga-Absteiger drohte die erste Saisonniederlage – doch der ebenfalls eingewechselte Nikolai Remberg rettete die Adler vor der Pleite. In der 89. Minute nutzte der Mittelfeldspieler eine schöne Hereingabe von Alexander Langlitz und köpfte zum Ausgleich ein. Der umjubelte Torschütze hätte wenige Sekunden vor Abpfiff sogar noch den Siegtreffer für Preußen Münster besorgen können. Scheiterte jedoch mit seinem Kopfball knapp.

Eine Woche Pause für Preußen Münster

„Ich spiele 20 Minuten und mache ein Tor, das ist gut. Aber ich muss das zweite auch machen, dann wäre es richtig gut gewesen. Der war noch einfacher, ich weiß nicht, wie ich den vorbei gekriegt habe", sagte Remberg nach dem Spiel. Auch sein Trainer haderte nach Schlusspfiff noch etwas mit der vergebenen Chance zum Sieg für Preußen Münster, gab sich letztlich jedoch mit dem Punktgewinn im Stadion am Zoo zufrieden.

Preußen Münster kann sich nun nach harten Wochen mit vier Spielen in den vergangenen elf Tagen ein wenig ausruhen. Da die für das kommende Wochenende geplante Partie im Preußenstadion gegen Alemannia Aachen abgesagt wurde, geht's für den SCP erst am 3. Oktober bei der Reserve des 1. FC Köln weiter. Die Pause sei "bitter nötig", befand Sascha Hildmann, der gegen die Rheinländer einen Neuzugang in seinem Kader zur Verfügung hat.

Peter Niemeyer freut sich über die Verpflichtung von Osman Atilgan.

Am Mittwoch gab Preußen Münster die Verpflichtung von Außenstürmer Osman Atilgan bekannt. Der 21-Jährige wechselt von Zweitliga-Absteiger Dynamo Dresden an die Hammer Straße. Sportdirektor Peter Niemeyer freut sich auf einen „spannenden Profi“, der in der vergangenen Saison bei den Sachsen kaum zum Zuge gekommen war. „Jetzt möchte ich hier in Münster einen Neuanfang wagen und möglichst viel Spielzeit bekommen", so Atilgan.

Rubriklistenbild: © Jürgen Peperhowe/WN

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