Guns N' Roses auf dem Mannheimer Maimarktgelände

Surreales Spektakel

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Ja, sie sind es wirklich: Axl Rose und Slash von Guns N' Roses während des Konzerts in Mannheim.

Vor 27 Jahren gab es Buhrufe, als Guns N' Roses beziehungsweise Sänger Axl Rose aufgrund seiner Eskapaden und Launen die Fans auf dem Maimarktgelände in Mannheim für unbestimmte Zeit warten ließ. Am vergangenen Sonntag (24. Juni) war alles anders. Es war ein Konzert für die Ewigkeit.

Mannheim - Kanonenschläge, dumpfe Bässe. Ein martialischer und lauter Videoclip. Dann geht es los: "Please welcome, Guns N' Roses", heißt die eingespielte Ansage aus dem Video, das über die enormen Leinwände abgespielt wurde. Dann bertreten sie wirklich die Bühne: Axl Rose, Slash und Duff McKagan

Die Ikonen und lebenden Legenden von Guns N' Roses. Die sich 2016 endlich wieder zusammengerauft hatten und seitdem mit der "Not in This Lifetime Tour" jeden Rekord brechen. Viele Zuschauer mussten sich in diesem Moment verwundert die Augen reiben: Verdammt, sie sind es wirklich. Wahrhaftig.

Gut geölte Maschine

Mit dem brachialen Opener "It's so Easy" ging es für die 50.000 Zuschauer auf dem Mannheimer Maimarktgelände direkt nach vorne los. Fans, die sich die vergangenen knapp drei Jahrzehnte nur sporadisch mit der Band aus Hollywood, Kalifornien beschäftigt haben, fragten sich vermutlich: Wieso sind sie schon so früh da? Und gibt es heute wieder Eskapaden?

Mitnichten. Guns N' Roses sind eine gut geölte Maschine geworden. Was sie den anwesenden Menschen in den drei bis dreieinhalb Stunden bieten, ist nicht nur eine Erinnerung an die gute alte Zeit, als Rock 'n' Roll noch wirklich groß und allgegenwärtig war. Axl Rose und Co. beweisen seit über zwei Jahren wieder: Rock lebt. 

Die Ikone mit dem Zylinderhut

Er wird am Leben erhalten durch diejenigen, die ihn nach ganz oben gebracht haben. Durch Ikonen wie Slash. Der Dank seines Zylinders und seinen schwarzen, im Gesicht hängenden Locken nie altert und wie eine unnahbare Figur wirkt. Der mit seiner Gitarre Dinge anstellt, die einem fast die Tränen in die Augen treiben

Axl Rose, Duff McKagan und Slash beehrten Mannheim mit ihrer Präsenz.

Sei es beim epischen Gitarrensolo von "Sweet Child o' Mine", dem großen Finale von "November Rain", oder wenn er zu seinen Soli "Johnny B Goode" und dem Soundtrack des Gangster-Films "Der Pate" ansetzt. Er ist und bleibt unerreicht. 

Das gilt selbstverständlich auch für den charismatischen und oft missverstandenen Frontmann. Axl Rose hat eine Bühnenpräsenz, die man vergeblich sucht und, so viel kann man wohl sagen, nie wieder bei irgendwem anderes zu finden sein wird. 

Axl Rose in bester Laune

Rose schien das Mannheimer Publikum besonders lieb zu haben. Selten hat man ihn so viel grinsen und fröhlich herumspringen und den Fans in den vorderen Reihen zuwinken sehen. Auch vom sonst stoisch wirkenden Slash gab es das eine oder andere Grinsen zu beobachten. Die gute Laune spielte sich auch auf die Spielzeit ab. Drei Stunden und 20 Minuten pures Rock-Spektakel bekam die Stadt am Neckar geboten. 

Guns N' Roses on fire!

Es war ein Auftritt, der nicht nur die Show vom 24. August 1991 in den Schatten stellt, sondern vermutlich auch in die Geschichtsbücher der Stadt eingehen wird. Als der Tag, an dem die Rockgötter Mannheim für einen Abend lang in Paradise City verwandelt haben und am Ende 50.000 grinsende Gesichter das Gelände verließen mit dem Gedanken: "Danke, dass ich das erleben durfte."

What a great F'n night, Mannheim... #GnFnR #NotInThisLifetime Tour 2018

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Alles zur "Not in This Lifetime" Europatour von Guns N' Roses lesen sie hier.

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