Till Lindemann

Fans geschockt: Rammstein-Sänger verkündet Trennung seiner Band

Das hat viele Fans hart getroffen. Rammstein-Frontmann Till Lindemann gab jüngst auf Instagram bekannt, dass es seine Band in gewohnter Form nicht mehr geben wird.

Rammstein-Sänger Till Lindemann und das schwedische Multitalent Peter Tägtgren haben seit 2015 unter dem Namen „Lindemann“ zwei Alben aufgenommen. Beide Langspieler wurden von Fans und Kritikern gleichermaßen gelobt. War das Debüt „Skills in Pills“ ob der englischen Texte für viele Rammstein-Jünger noch etwas gewöhnungsbedürftig, konnte es sich 2015 nach Veröffentlichung dennoch an die Spitze der deutschen Charts setzen.

Selbiges gilt auch für das zweite – nun deutschsprachige – Album „F&M“ (Frau & Mann) aus dem Jahr 2019. Doch trotz der künstlerischen Harmonie zwischen Lindemann und Tägtgen und dem kommerziellen Erfolg soll nun Schluss sein. Dies gab der Rammstein-Sänger am Freitag (13. November) über Instagram bekannt.

BandLindemann
Gründung2015
MitgliederTill Lindemann (Rammstein) und Peter Tägtgen

Wie alles begann: Tägtgen verhindert Schlägerei von Rammstein-Mitgliedern

Kennengelernt haben sich der Rammstein-Frontmann und das musikalische Genie in Schweden. Gemeinsam mit seinem Band-Kollegen Christian „Flake“ Lorenz, der in diesem Jahr in einer viel beachteten Arte-Doku zu sehen war, reiste Till Lindemann um die Jahrtausendwende herum in das skandinavische Land. Als sie von Bikern provoziert und beinah in eine Schlägerei verwickelt wurden, eilte Peter Tägtgen zur Hilfe und schlichtete. Es entstand eine Freundschaft, die jedoch erst Jahre später in einem gemeinsamen Projekt gipfeln sollte.

Obwohl Lindemann und Tägtgen die offiziellen Mitglieder der Band sind, beziehungsweise waren, wurden sie bei Konzerten von weiteren Musikern unterstützt. Dazu gehören Greger Andersson (Gitarre), Sebastian Svalland (Gitarre), Jonathan Olssen (Bass) und Sebastian Tägtgren (Schlagzeug). Ob einige der Live-Musiker in der Band bleiben werden, ist noch unklar. In dem Statement heißt es, dass Till Lindemann mit einem neuen Setup weiter arbeiten wird.

Lindemann: Kontrovers von Anfang an

Nicht nur mit seiner Haus-und-Hof-Band Rammstein weiß Till Lindemann gekonnt zu provozieren. Auch bei seinem Zweitprojekt bleibt er seiner Linie treu und geht da hin, wo es Deutschland weh tut: Die ersten Singles des Debüt-Albums Skills in Pills trugen die Titel „Ladyboy“ und „Praise Abort“. Letztere beginnt etwa mit den Worten: „I like to f*ck, but no french letter. Without the condom the sex is better.[...]“ Das dazugehörige Video thematisiert die Frau als unglückliche Gebärmaschine.

Bei dem zweiten Album F&M ging Lindemann noch einen Schritt weiter: Nicht nur, dass das Video zu der Single Platz Eins in unzensierter Version nur auf einem Erotik-Portal zu sehen war, auch durfte die zum Album gehörige Tour nur vor erwachsenem Publikum stattfinden, weswegen Minderjährige Fans gebeten wurden, ihre Tickets zu stornieren. Nun gehen Till Lindemann und Peter Tägtgen also getrennte Wege. Doch, dass der Rammstein-Sänger seiner provokanten Linie treu bleiben wird, darf angenommen werden. Erst kürzlich polarisierte Till Lindemann mit einer kontroversen Aussage über Psychotherapien.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa / Jens Kalaene

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