Albtraum für die Urlauber

„Wie sollen wir diesen Ort jemals verlassen“ - Coronavirus-Chaos auf Kreuzfahrtschiff 

Nach der tagelangen Irrfahrt mit dem Kreuzfahrtschiff „Westerdam“ dürfen die ersten deutschen Passagieren von Bord - müssen aber in häusliche Isolation. 

  • Ein weiteres Kreuzfahrtschiff mit Deutschen an Bord ist wegen des Coronavirus* in Schwierigkeiten geraten.
  • Auf dem Schiff „Westerdam“ wurde eine Passagierin positiv auf den Virus getestet.
  • Nun durften die ersten deutschen Passagiere von Bord - sie befinden sich in Isolation.

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Update vom 19. Februar; 7.16 Uhr: Alle 781 Passagiere auf der „Westerdam“ seien negativ getestet, teilte die Reederei Holland America Line unter Berufung auf das kambodschanische Gesundheitsministerium mit. Doch wie die Urlauber aus Kambodscha in ihre Heimat zurückkehren können, ist unklar. Malaysia, Singapur, Thailand und Taiwan haben in den vergangenen Tagen angekündigt, die Durchreise nicht zu erlauben. Auch über Südkorea oder Vietnam sei es wohl nach Informationen unmöglich.

„Meine größte Sorge ist, wie wir jemals diesen Ort verlassen sollen, wenn uns alle Fluggesellschaften abweisen“, sagte Alexandra Dorschu aus Dorsten gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Sie ist eine der 57 deutschen Reisenden, die in einem Hotel in Phnnom Penh auf ihre Heimreise wartet. 

Coronavirus-Chaos auf Kreuzfahrtschiff: Deutsche Passagiere dürfen zurück - und müssen in Isolation

Update vom 18. Februar; 16.13 Uhr: Nach der tagelangen Irrfahrt mit dem aus Hongkong stammenden Kreuzfahrtschiff „Westerdam“ sind zwei deutsche Passagiere in ihre Heimat zurückgekehrt. Die beiden Brandenburger befanden sich zuvor tagelang in Kambodscha, weil das Schiff aus Sorge vor einer Einschleppung des Coronavirus nicht auslaufen durfte. Bei einer Passagierin des Schiffs war auf der Heimreise ein Test auf das Coronavirus positiv ausgefallen.

Die beiden Deutschen aus dem Landkreis Dahme-Spreewald würden zwar keine Symptome aufweisen, befänden sich aktuell aber dennoch in häuslicher Isolation. Wie das Gesundheitsministerium am Dienstag bekannt gab, werden sie täglich zu ihrem Gesundheitszustand befragt. 

Coronavirus: Chaos auf Kreuzfahrtschiff - Mehrheit der Passagiere wartet weiter

Die Mehrheit der rund 1000 Passagiere, darunter insgesamt 57 Deutsche, muss sich noch in Geduld üben. Die für die Ausreise erforderlichen Coronavirus-Testergebnisse lagen am Dienstag noch nicht für alle vor. Bis alles geklärt sei, werde es voraussichtlich noch einige Tage dauern, teilte die Reederei Holland America Line mit.

Update vom 18. Februar; 7.06 Uhr: Die Passagiere der „Westerdam“ müssen Geduld haben. Die rund 1000 Menschen, darunter auch Deutsche warten auf ihre Coronavirus-Testergebnisse. Erst, wenn kein Fall des Virus Sars-CoV-2 festgestellt wurde, dürfen die Gäste und Crew das Kreuzfahrtschiff verlassen. 

Coronavirus - Kreuzfahrtschiff "Westerdam"

Coronavirus: Experte spricht nach Kreuzfahrt-Chaos von „Wendepunkt“

Update vom 17. Februar, 16.45 Uhr: Wie New York Times berichtet, haben mehr als tausend Passagiere das Kreuzfahrtschiff „Westerdam“ bereits verlassen und sind weitergereist. Dies könnte nun zur Folge haben, dass sich die Krankheit schneller ausbreitet als zunächst angenommen, befürchten Experten. Von einem „Wendepunkt“, spricht beispielsweise William Schaffner, Experte auf dem Gebiet der Infektionskrankheiten, da sich die Verbreitung des Virus nun schwerer kontrollieren lasse. 

„Jetzt, wo die Menschen überall auf der Welt unterwegs sind“, sei es schwierig, Herr der Lage zu werden, sagte ein weiterer Experte, der aufgrund der Gemengelage entmutigt sei. 

Update vom 17. Februar, 14.03 Uhr: Die Bundesregierung prüft eine Rückholaktion deutscher Passagiere auf den vom Coronavirus betroffenen Kreuzfahrtschiffen „Westerdam“ und „Diamond Princess“.   

Kreuzfahrtschiff „Westerdam“ - Sorge um Deutsche an Bord

Update vom 17. Februar, 12.20 Uhr: Es schien alles gut. Das Kreuzfahrtschiff „Westerdam“ durfte nach einer tagelangen Odyssee in Kambodscha im Hafen von Sihanoukville anlegen. Nachdem bei einer Amerikanerin (83) das Coronavirus Sars-CoV-2 entdeckt wurde, sitzen 233 Passagiere, darunter noch einige Deutsche sowie 747 Besatzungsmitglieder fest. Sie dürfen das Schiff nicht verlassen. Die kambodschanischen Behörden erklärten, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet: Erst wenn alle Tests auf das Virus negativ ausgefallen seien, dürften die restlichen Insassen gehen.

Behörden suchen inzwischen nach Kontaktpersonen der erkrankten Frau. Die 83-Jährige war mit mehr als 130 Passagieren der „Westerdam“ in einem Flugzeug nach Malaysia weitergereist. Von dort sind die Urlauber mit Linienmaschinen in andere Länder weitergeflogen. Die Gäste, die bereits nach Hause gereist seien, würden von ihren örtlichen Gesundheitsbehörden kontaktiert, teilte die Holland America Line mit.

Kreuzfahrtschiff „Westerdam“: Passagierin doch mit Coronavirus infiziert

Update vom 15. Februar, 9.01 Uhr: Ein Passagier des Kreuzfahrtschiffs „Westerdam“ ist nun doch auf das Coronavirus positiv getestet worden. Eine 83-jährige Amerikanerin sei bei ihrer Weiterreise über Malaysia positiv getestet und ins Krankenhaus in Kuala Lumpur gebracht worden, teilte die malaysische Gesundheitsbehörde am Sonntag mit. Die 83-Jährige sei eine von 145 Passagieren gewesen, die über Malaysia nach Hause fliegen wollten, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Die 83-Jährige werde jetzt auch der Isolierstation behandelt. Ihr Ehemann (85) hatte bei der Ankunft auch Symptome des neuen Virus gezeigt, der Test sei jedoch negativ ausgefallen. 

Nach Coronavirus-Eklat auf Kreuzfahrt - Deutsche Botschaft kümmert sich um Urlauber

Update vom 14. Februar, 09.10 Uhr: Die ersten Passagiere der „Westerdam“ konnten das Kreuzfahrtschiff am Donnerstagabend (Ortszeit) verlassen. Etwa 500 Menschen durften in Kambodscha an Land gehen. Unter den insgesamt 2300 Menschen sind laut Angaben der Reederei Holland America Line auch 57 deutsche Passagiere. In Empfang genommen wurden sie von einem Team der deutschen Botschaft. 

Aus Sorge vor Einschleppung des Virus wurde das Schiff tagelang von mehreren asiatischen Häfen in Thailand, Taiwan, Japan, Guam und den Philippinen abgewiesen. Am Donnerstagabend erreichte es Kambodscha. Die dortigen Behörden erlaubten dem aus Hongkong kommenden Schiff den Aufenthalt im Hafen von Sihanoukville. 

Als Reaktion twitterte die US-Botschaft in Phnom Penh: "Die ersten Passagiere sind von der #Westerdam runtergegangen und auf dem Heimweg!"

Update vom 13. Februar, 10.34 Uhr: Die tagelange Odyssee des Kreuzfahrtschiffs „Westerdam“ scheint vorbei. Das Schiff mit 2300 Menschen an Bord hat am Donnerstag Kambodscha erreicht. 57 Deutsche sind nach Angaben der Holland America Line unter den Passagieren.

Die Passagiere werden laut dem Hafendirektor medizinisch untersucht und auf Fieber überprüft. Wer Symptome des neuen Virus Covid19 zeigt, wird auf Sars-CoV-2 getestet. 

Laut dem Hafendirektor sollten am Donnerstag erst einmal 600 Menschen das Schiff verlassen, 800 weitere am Freitag.

Coronavirus-Eklat auf See: Thailändische Marine hält Kreuzfahrtschiff auf - nun gibt es Neuigkeiten

Update, 12. Februar, 15.05 Uhr: Die „Westerdam“, die wegen Angst vor dem Coronavirus an mehreren Häfen abgewiesen wurde, steuert nun die kambodschanische Hafenstadt Sihanoukville an. „Wir werden um 7.00 Uhr Ortszeit am Donnerstag ankommen und für mehrere Tage im Hafen für die Ausschiffung bleiben“, teilte die Reederei mit.

Die Passagiere sollen dort an Land gehen und mit Charterflügen in die Hauptstadt Phnom Penh fliegen. Von dort können sie ihre Heimreise antreten. Den Behörden in Kambodscha sei man „extrem dankbar“ für die Unterstützung. 

Im Hafen dieser Stadt liegt dereit ein anderes Kreuzfahrtschiff, die „Diamond Princess“, unter Quarantäne. Bei mehr als 170 Menschen an Bord war eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt worden.

Coronavirus-Eklat auf See: Thailändische Marine hält Kreuzfahrtschiff auf

Bangkok - Auch wenn keine Fälle des Coronavirus an Bord bekannt sind, ist ein aus Hongkong kommendes  Kreuzfahrtschiff trotzdem in Schwierigkeiten. Die „Westerdam“ der Holland America Line darf scheinbar an keinem Hafen anlaufen - aus Angst vor dem Virus, das nun auch unter dem Namen Covid19 bekannt ist. 

Thailand: Angst vor Coronavirus - obwohl es keine Infizierten auf Kreuzfahrtschiff gibt

Nach Taiwan, Japan, den Philippinen und Guam zögerte nun auch Thailand, das Schiff wegen des Coronavirus* anlegen zu lassen. An Bord befinden sich rund 1500 Passagiere und 800 Besatzungsmitglieder - darunter auch einige Deutsche, teilte das Auswärtige Amt* mit.

Geplant war ursprünglich, dass das Schiff rund 120 Kilometer südöstlich von Bangkok anlegen sollte. 

Thailands Regierungschef Prayut Chan-o-cha versicherte unterdessen, der „Westerdam“ würden bei Bedarf Treibstoff, Wasser und Lebensmittel gebracht werden.

Das Kreuzfahrtschiff „Westerdam“ darf endlich in Kambodscha anlegen.

Kreuzfahrtschiff „Westerdam“ darf wegen Coronavirus nicht in Thailand anlegen - Reederei äußert sich

Die Reederei gab allerdings, dass die Passagiere an Bord in Sicherheit seien. Es werde trotz der Ausnahmesituation gut für sie gesorgt. Das Schiff sei nicht in Quarantäne und es gebe außerdem keinen Grund anzunehmen, dass es Fälle des Coronavirus an Bord gebe. 

Auch auf Twitter nahm die Reederei am Dienstag (11.2.) zu der aktuellen Situation Stellung. Es werde ein Update geben, wann immer es etwas Neues gebe, heißt es dort. Man wisse, dass die Lage für die Passagiere und deren Angehörige sehr irritierend sei. „Wir danken ihnen für ihre Geduld“, so die Reederei in ihrem Posting weiter.

nema/dpa

Coronavirus auf japanischem Kreuzfahrtschiff - Passagiere infiziert 

Auf einem japanischen Kreuzfahrtschiff ist das Coronavirus dagegen nachgewiesen worden. Passagiere und Crew müssen nun auf dem Schiff ausharren. An Bord befinden sich auch Deutsche.

Währenddessen steigt in China die Zahl der Toten durch das Coronavirus weiter an. Wegen der Krankheit ist nun auch ein Mega-Sport-Event abgesagt worden. 

Und auch die bekannte Plattform Airbnb ist massiv vom Coronavirus betroffen*. Das berichtete kürzlich das Wall Street Journal. 

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Rubriklistenbild: © dpa / Li Lay

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