Schauspiel am Himmel auch in Hamburg

Perseiden 2019: Wann sie hunderte Sternschnuppen am besten sehen können

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Am 12. August 2019 erreichen die Perseiden ihren Höhepunkt. Der Ohlstedter Friedhof in Hamburg lädt deshalb in der Nacht zum Dienstag zum gemeinsamen Sternschnuppen gucken.

Vom 17. Juli bis zum 24. August 2019 sind die Perseiden zu sehen. Am Montag, 12. August, wurde mit über hundert Sternschnuppen pro Stunde das Maximum erreicht.

  • Vom 17. Juli bis zum 24. August 2019 sind die Perseiden am Himmel in Deutschland zu sehen
  • Das Maximum erreichen die Sternschnuppen in der Nacht vom 12. auf den 13. August
  • Dann werden bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen sein
  • In Hamburg lädt ausgerechnet ein Friedhof zum Perseiden gucken ein

Hamburg - In den Sommernächten von Mitte Juli bis Mitte August werden wieder etliche Menschen ihren Kopf in den Nacken legen. Grund dafür ist aber kein Saufgelage, sondern das Betrachten der Perseiden. Der jährlich wiederkehrende Meteorstrom, der seinen scheinbaren Ursprung im Namensgebenden Sternbild Perseus hat, sorgt in den gut fünf Wochen für etliche Sternschnuppen am Nachthimmel über Deutschland. Am Montag, den 12. August, werden die Perseiden ihr Maximum erreichen - dann sind bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde möglich. In Hamburg lädt deshalb der Ohlsdorfer Friedhof zum Sternschnuppen gucken ein, wie nordbuzz.de* berichtet.

Perseiden 2019: Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg lädt in der Nacht zum 13. August zum Perseiden gucken ein

Wenn die Perseiden in der Nacht vom 12. auf den 13. August ihr Maximum erreichen, werden viele Menschen in Deutschland wieder in den Himmel blicken. Bis zu 120 Sternschnuppen könnten unter optimalen Bedingungen pro Stunde gesehen werden. In Hamburg lädt deshalb der Ohlsdorfer Friedhof zum gemeinsam Perseiden gucken ein. 

Am besten könne man die Sternschnuppen vom Lippertplatz aus sehen, die Straßenlaternen werden deshalb in der Nacht ausgeschaltet. Damit die Besucher auch den Weg finden, wird eben jener von der Haupteinfahrt aus aber mit Gartenlaternen beleuchtet. Ab 22.30 Uhr und bis zum Sonnenaufgang gegen 6 Uhr morgens sollen die Sternschnuppen dann zu sehen sein, sofern natürlich auch das Wetter mitspielt. Wer sich die Perseiden nicht entgehen lassen möchte, sollte eine Decke und eine Taschenlampe nicht vergessen, empfiehlt der Friedhof in Hamburg.

Vor drei Jahren gingen viele Sternschnuppen-Gucker in Deutschland dagegen leer aus, weil ihnen das Wetter ein Strich durch die Rechnung machte.

Perseiden 2019 in Hamburg: Meteorstrom erreicht am Montag sein Sternschnuppen-Maximum

Jedes Jahr erleuchten die Perseiden den Nachthimmel über Deutschland. Zwischen Mitte Juli und Mitte August sind dann etliche Sternschnuppen zu sehen, ihr Maximum erreicht der Meteorsturm dabei immer am 12. August. „Die Perseiden sind relativ beständig von Jahr zu Jahr“, erklärt Astrophysiker Dominik Elsässer gegenüber der Mopo. Und das hat einen einfachen Grund: während andere Meteoriten die Umlaufbahn der Erde kreuzen, ist es im Fall der Perseiden genau anders herum.

Der Komet 109P/Swift-Tuttle ist nämlich der Auslöser des Meteorstroms. Der Komet umkreist die Sonne in rund 133 Jahren einmal und verliert dabei auf seiner Bahn stetig an Materie. Wenn die Erde die Umlaufbahn des Kometen kreuzt, treffen die Staubteilchen mit hoher Geschwindigkeit auf die Erdatmosphäre und verursachen so die Perseiden. Da die Erde diese Umlaufbahn seit Jahrzehnten immer am 12. August durchkreuzt, erscheinen am Nachthimmel auch an diesem Tag die meisten Sternschnuppen - so auch in Hamburg.

Dagegen blamierte ein falscher Scheich das Alsterhaus in Hamburg und sorgt so für viele Lacher im Netz.

Perseiden 2019: In der Theorie sind bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde möglich

In der Theorie können in der Nacht vom 12. auf den 13. August bis zu 120 Perseiden pro Stunde bestaunt werden, in der Regel sind es aber nur 20 bis 60 Sternschnuppen. Grund dafür ist, dass die maximale Fallrate von bis zu 120 Perseiden nur bei besten atmosphärischen Bedingungen erreicht werden kann. Das Sternbild Perseus, aus dem der Meteorstrom zu kommen scheint, erreicht zudem erst in der späten zweiten Nachthälfte gegen 6 Uhr morgens seinen höchsten Punkt am Nachthimmel. 

Zu diesem Zeitpunkt wird es durch die aufgehende Sonne allerdings schon wieder so hell, sodass die Perseiden quasi nicht mehr sichtbar sind. Die beste Beobachtungszeit der Sternschnuppen ist daher zwischen 2 und 4 Uhr morgens. In weniger dicht besiedelten Gebieten und ohne Mond- und Streulicht können zudem deutlich mehr Sternschnuppen gesehen werden. 

Derweil ruft der Discounter Aldi auch in Hamburg ein Produkt zurück, von dem große Gefahr ausgeht.

Perseiden 2019: Wo liegt das Sternbild Perseus, aus dem die Sternschnuppen scheinbar kommen?

Das Sternbild Perseus steht zwischen Juli und August am nordöstlichen Himmel, direkt neben dem bekannten Sternbild Kassiopeia, welches mit seinen fünf Hauptsternen das sogenannte "Himmels-W" bildet. Zwischen 2 und 4 Uhr in der Nacht sind die Perseiden am besten zu sehen. Zum einen, weil es dann am dunkelsten ist und die Sternschnuppen besonders hell erscheinen und zum anderen, weil das Sternbild Perseus dann seinen Zenit erreicht, also besonders hoch am Himmel steht. 

Als Orientierung am Nachthimmel können die beiden Sternbilder "Kleiner Wagen" und "Großer Wagen" mit ihren markanten "Achsen" genommen werden, da beide am nördlichen Himmel stehen. Blickt man von dort in östliche Richtung, ist das Sternbild Kassiopeia ("Himmels-W") schnell zu finden. In direkter Umgebung sind schließlich auch das Sternbild Perseus und - bei langfristiger Betrachtung des Nachthimmels - die Perseiden zu sehen.

Dagegen kam es am Hauptbahnhof in Hamburg zum Drama, als ein Zug losfuhr und ein Mann plötzlich auf den ICE sprang.

Nag

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