Fahrt durch Bocholt

Mittags mit 1,1 Promille am Steuer: Quietschende Reifen alarmieren Zeugen

Durch seine Schlangenlinien wurden Zeugen in Bocholt auf einen Autofahrer aufmerksam. Der steuerte offenbar ein direktes Ziel an: das Krankenhaus. 

Bocholt – Er fuhr mit quietschenden Reifen in den Kreisverkehr: Am Mittwoch (10. Oktober) beobachten Zeugen gegen 12.30 Uhr eine kuriose Autofahrt. Sie selbst waren mit ihrem Wagen unterwegs. Das berichtet msl24.de.*

In Schlangenlinien durch Bocholt: Zeugen machen sich Sorgen

Sie fuhren eine Straße im westfälischen Bocholt entlang und kamen auf einen Kreisverkehr zu. Dort wurden sie auf einen 64-jähriger Autofahrer aufmerksam. Er war mit quietschenden Reifen im Kreisverkehr unterwegs und fuhr dann hinter den Zeugen wieder raus. 

Diese konnten beobachten, wie der Mann in starken Schlangenlinien durch Bocholt fuhr und gegen eine Bordsteinkante schlug. Schließlich hielt er sein Auto am Haupteingang des Krankenhauses an. Da die Zeugen sich zu diesem Zeitpunkt bereits sorgen machten, schauten sie nach dem Fahrer. 

1,1 Promille: Mann fährt sich selbst zum Bocholter Krankenhaus 

Doch der lag in seinem Fahrzeug und befand sich scheinbar in einer hilflosen Lage. Die Zeugen liefern daraufhin ins Krankenhaus von Bocholt, um dort Hilfe zu holen. Sofort eilten Rettungskräfte und ein Notarzt herbei: "Sie wollten den Mann für eine Behandlung mit ins Krankenhaus nehmen", erklärt die Polizei. 

Im Kreisverkehr Barloer Weg/Kurzer Weg/Louis-Pasteur-Ring fuhr ein Mann mit mit quietschenden Reifen in den Kreisverkehr und dann in Schlangenlinien zum Krankenhaus.

Doch der 64-Jährige weigerte sich vehement. Erst im Beisein der hinzugerufenen Polizisten aus Bocholt begleitete der Mann die Rettungskräfte. Schnell wurde klar, dass der Mann Alkohol konsumiert haben musste. "Ein durchgeführter Test lies auf etwa 1,1 Promille schließen", erklärte die Polizei am Donnerstag (11. Oktober). 

Unfall in Bocholt? Polizei sucht bekannte Strecke ab

Auch der Wagen des Mannes wurde untersucht: Die Beamten stellten frische Unfallschäden fest. Sie suchten die Strecke in Bocholt ab, die der Mann scheinbar entlang gekommen war, fanden jedoch keinen Unfallort. Nach einer offiziellen Blutprobe musste der Mann seinen Führerschein abgeben. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren.

Im Münsterland ermittelt zudem derzeit die Mordkommission, wie msl24.de* berichtet: Unbekannte haben einen 28 Kilo schweren Betonklotz auf ein fahrendes Auto geworfen.

Zu einem Eklat kam es derweil an einer Schule im Münsterland: Eine Lehrerin soll Schüler gewürgt haben.

*msl24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © picture alliance / ZB

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