Neue EZB-Chefin Christine Lagarde

EZB Präsidentin Christine Lagarde ändert wichtiges Detail an allen Euro Scheinen und schlägt neuen Namen vor

Die neue EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat am Mittwoch beim „Euro Banknote Signing Event“ in Frankfurt ein wichtiges Detail auf allen Euro-Scheinen geändert. 

  • Am Mittwoch hat in  Frankfurt in der EZB das „Euro Banknote Signing Event“ stattgefunden. 
  • Die neue EZB-Präsidentin Christine Lagarde änderte ein wichtiges Detail auf allen Euro-Scheinen.
  • Lagarde brachte auch einen neuen Namen für die Euro-Scheine ins Gespräch.

Frankfurt am Main - Haben Sie gerade einen Euro-Schein im Portemonnaie? Ja? Dann nehmen Sie die Banknote doch mal aus dem Geldbeutel und schauen Sie, was auf der Vorderseite, links oben unter der EU-Flagge steht: Eine krakelige Unterschrift, bei der Sie vermutlich ein „M“ und „Draghi“ lesen können. Sie haben richtig geraten: Es ist die Unterschrift des ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), ,Mario Draghi, der oft als „Graf Draghila“ karikiert wurde, der die Sparer mit Straf- und Nullzinsen aussaugte.

Euro-Scheine sehen anders aus: EZB-Präsidentin Christine Lagarde sorgt für Änderung

Nach acht Jahren ist Draghi nicht mehr im Amt. Neue EZB-Präsidentin ist die Französin Christine Lagarde. Neu in Amt und Würden änderte Lagarde in Frankfurt ein wichtiges Detail auf allen Euro-Scheinen: Alle neu gedruckten Banknoten enthalten künftig Lagardes Unterschrift.

Gleich sechsmal musste die neue EZB-Präsidentin am Mittwoch feierlich vor Publikum ihre Unterschrift abgeben, damit diese künftig für die Banknoten im Euroraum verwendet werden kann. Hinzu kam eine symbolische Unterschrift auf einen überdimensionierten 20-Euro-Schein. Der Mega-Euro-Schein ist natürlich kein beglaubigtes Zahlungsmittel. Abergläubische Sparer mögen vielleicht hoffen, dass es mit der neuen Unterschrift auf den Scheinen wieder Renditen aus Sparbüchern und Bundesanleihen geben wird

EZB-Präsidentin Lagarde unterschreibt Euro-Banknoten

„Der Euro ist der Kitt, der uns als Wirtschaftsraum zusammenhält“, sagte Lagarde beim „Euro Banknote Signing Event“ in Frankfurt. „Die gemeinsame Währung hat dem Integrationsprozess ein Gesicht gegeben.“ 

Wenn man die Leute nach den positiven Dingen frage, die ihnen die europäische Einigung gebracht habe, werde der Euro zumindest von vielen relativ weit vorne genannt – nach Frieden und dem freien Verkehr von Menschen, Gütern und Dienstleistungen. „76 Prozent der Bürger im Euroraum sprechen sich mittlerweile für die gemeinsame Währung aus - das ist ein Allzeithoch“, betonte Lagarde.

EZB-Chefin Lagarde gibt Schriftprobe für neue Euro-Scheine ab

Neue Euro-Scheine mit Lagardes Unterschrift erst 2020 erhältlich 

Lagarde betonte, die Unterzeichnung der Euro-Scheine sei keine Routine-Prozedur für sie. „Die Banknoten sind Teil unserer Wirtschaft, unserer Identität und unserer Kultur – und wir von der EZB haben eine immense Verantwortung, sicherzustellen, dass die Menschen ihr Vertrauen in den Euro behalten.“ Immerhin gebe es eine Redensart, wonach Vertrauen zu Fuß komme, aber bisweilen auf Pferden verschwinde.

Die neuen Euro-Banknoten enthalten die Unterschrift von EZB-Präsidentin Christine Lagarde.

Die ersten Banknoten mit Lagardes Unterschrift werden voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2020 erhältlich sein. Übrigens: Die von Mario Draghi und seinen Vorgängern im Amt des EZB-Präsidenten unterschriebenen Euro-Scheine bleiben ein gültiges Zahlungsmittel. 

„Blue Bridge“: EZB-Präsidentin Lagarde schlägt neue Bezeichnung für Euro vor

Lagarde schlug am Mittwoch in Frankfurt auch eine neue Bezeichnung für den Euro vor. Wenn der Dollar wegen seiner grünen Hintergrund-Farbe häufig „Greenback“ genannt werde, dann könnte man den Euro nach dem symbolischen Bauwerk auf dem 20-Euro-Schein doch auch „Blue Bridge“ nennen.

fro/dpa

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